Frühling! Raus in die Natur. Nur, was ist das eigentlich, die Natur? Das fragt man sich beim Blättern durch den Bildband Der japanische Garten von Helena Attlee und Alex Ramsay (DVA, München). Büsche, Bäume, ja Berge, alles ist im japanischen Garten arrangiert und inszeniert – und das auf die perfideste Art: Neigt sich ein Ast besonders malerisch, um nicht zu sagen natürlich, über den Teich, hat ein Heer von Gärtnern ihn jahrzehntelang dort hingebogen. Perfekte Natur – deren Witz darin besteht, dass der Mensch in ihr keinen Platz mehr hat.