Bier? Zu profan. Sekt? Zu langweilig. Bowle? Zu süß. Die Wahl des richtigen Silvestergetränks ist mindestens so schwierig wie die Planung des gesamten Abends. Wir haben Sommeliers gefragt, wie man den letzten Tag des Jahres stilvoll ausklingen lässt.

Schaumweine

Der Klassiker, um gut ins Neue Jahr zu kommen: ein Glas Champagner

Renaud Kieffer, Sommelier im Restaurant des Zwei-Sterne-Kochs Heinz Winkler in Aschau, schlägt für Silvester einen etwas kräftigeren Jahrgangschampagner vor: "Nach dem meist üppigen Mahl ist der Gaumen beansprucht und die Geschmacksempfindlichkeit geringer, also kommt ein opulenter Champagner mit Schmelz und langem Abgang demnach besser zur Geltung." Alternativ empfiehlt er einen Winzersekt oder Crémant, die meistens qualitativ sehr hochwertig und außerdem eine wesentlich kostengünstigere Alternative sind.

Cocktails

Thomas Sommer, Sommelier beim Drei-Sterne-Koch Nils Henkel im Restaurant Dieter Müller in Bergisch Gladbach, empfiehlt den Seelbach Cocktail (2 cl Bourbon, 1,5 cl Cointreau, 7 Spritzer Angostura Bitters, 7 Spritzer Peychaud's Bitters, alles ins bauchige Champagnerglas. Champagner aufgießen. Etwas Schale von einer unbehandelten Orange hinzugeben). Sehr lecker, wenn auch "optisch fragwürdig" ist laut Sommer auch ein Soyer-au-Champagne. Die Zubereitung: eine kleine Kugel Vanilleeis, zwei Spritzer Maraschino, zwei Spritzer Curacao, zwei Spritzer Brandy, dann alles sorgfältig im Champagnerglas verrühren und mit Champagner aufgießen. Als Garnitur empfiehlt Sommer Ananas, Orange, Kirsche oder Erdbeere.

Aperitifs

Der Gentleman unter den Aperitifs: der Bellini © Gentl and Hyers/Getty Images

Etwas oldschool, aber dennoch nicht zu verachten sind Champagner-Aperitifs. Der Klassiker ist der Kir Royal (1 Teil Creme de Cassis auf 8 Teile Champagner). Oder der Bellini - hier wird Champagner mit püriertem weißem Pfirsich im Verhältnis 10:4 gemixt (alternativ kann man auch Weinbergspfirsich-Likör verwenden, dann allerdings im Verhältnis 10:1). Beim Testarossa mischt man Champagner und Himbeerpüree im Verhältnis 10:3 und fügt einen winzigen Schuss Monin-Sirup dazu.