Christian Lacroix kehrt der Mode den Rücken zu. Ein Pariser Gericht billigte am Dienstag einen Sanierungsplan für das Haute-Couture-Unternehmen. Ende Mai hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet.

Lacroix hatte 2008 bei 30 Millionen Euro Umsatz 10 Millionen Euro Minus verzeichnet. 2009 war das Modeunternehmen noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Zuvor waren Übernahmepläne geplatzt. Unter anderen hatten sich die italienische Unternehmensgruppe Borletti und ein arabischer Scheich für das Modehaus interessiert. Auf eine Liquidierung wurde verzichtet.

Von 120 Beschäftigten sollen nur 11 übrig bleiben, die sich um das Geschäft mit Accessoires und Parfüms kümmern sollen.

Christian Lacroix hatte das Modehaus 1987 mit Hilfe des Milliardärs Bernard Arnault gegründet. Seine erste eigene Kollektion zeigte er im Juli 1987. Im Sommer 2007 feierte das Modehaus sein 20-jähriges Bestehen.

Der Chef des Luxuswarenkonzerns LVMH Moët-Hennessy Louis Vuitton pumpte jahrelang Geld in die Kreationen seines Freundes. 2005 verkaufte er das Modehaus an die amerikanische Falic-Gruppe. Mit seinen spektakulären Haute-Couture-Entwürfen hatte Lacroix jahrzehntelang die Modewelt begeistert.