Anja Gockel, PerretSchaad und Mongrels in Common zeigten am zweiten Tag der Berlin Fashion Week neben glamouröser Abendmode und einigen winterlichen Basics vor allem Anzüge, Kostüme, Jacketts, Röcke und Hosen, die sich als Business-Outfit eignen, ohne dass die Trägerin dabei uniformiert wirkt.

Den Auftakt machte am Morgen Anja Gockel, die ihr Publikum mit einem lauten Krähen eines Hahns begrüßte, das aus den Lautsprechern am Laufsteg erklang. Auf diese Weise aufgeweckt, applaudierte das Publikum dann auch gleich dem ersten Entwurf – einem mit Pailletten besetzten schwarzer Blazer, präsentiert von Topmodel Alek Wek.

Für Anja Gockel war es der zweite Auftritt auf der Berlin Fashion Week. Mit Alek Wek konnte sie ein Model von internationalem Rang für ihre Show gewinnen

Gockel, die 1996 ihr eigenes Label in London gründete, zeigte eine derartige Vielzahl an Entwürfen, dass der Eindruck entstand, sie wolle gleich drei oder vier Winterkollektionen auf den Markt bringen. Das Pailletten-Thema fand sich in goldenen und schwarzen Kleidern und Röcken, aber auch als Glanzpunkt auf bürotauglichen Hosenanzügen wieder.

Ein weiteres wiederkehrendes Element ihrer Kollektion waren wattierte, aufwendig gesteppte Winterjacken und -mäntel in Rot und Schwarz, die an die Daunenklassiker des ursprünglich französischen, heute italienischen Labels Moncler erinnerten.

Wie eine ganz eigene Kollektion wirkten die rot-weiß karierten Jacken, Hosen und Kostüme – eine verspielte Variation des klassischen Schotten-Karos. Dazwischen mischte Gockel schlichte schwarze Wollkleider, die durch ihre fein eingesetzten Details bestachen. Ein ausladender Bolero überraschte mit einer völlig neuen Silhouette.

Nach etwa einer halben Stunde Schaulaufen schloss die Show mit einem cremeweißen Braut-Hosenanzug, zu dem Alek Wek einen ausladenden Kopfschmuck trug. An Hose und Oberteil zierten Korsagen-Schnürungen das Ensemble, in dem das sudanesische Model erschien wie eine Braut aus einer fremden Galaxie.