Der "Panton Chair" hat mich schon als Schüler fasziniert. Ich komme aus Inzlingen bei Lörrach. Der Firmensitz des Schweizer Herstellers Vitra liegt ganz in der Nähe, ich bin sozusagen mit seinen Stühlen aufgewachsen. Als Kinder haben wir mit dem Ausschuss gespielt, der auf dem Müllplatz gelandet ist. Auf den Kunststoffstühlen sind wir zum Beispiel Schlitten gefahren. Als 13-Jähriger habe ich dann in einer ganz kleinen Gießerei gearbeitet, dort wurden die Formen von Vitra gegossen.

Der Panton-Stuhl ist für mich eher ein ästhetisches Objekt als ein Möbelstück. Er bereichert jeden Raum, ohne dass man ihn als Stuhl benutzen muss.

Einer der wenigen Stühle, die den Namen ihres Erfinders tragen: der Panton Chair, benannt nach dem dänischen Designer Verner Panton

Ein perfekter Stuhl ist eine Art Manifest für jeden Designer und Architekten: Es gibt ganz wenige Stühle, die man mit dem Namen ihres Erschaffers verbindet. Einer davon ist der von Verner Panton. Er hat es geschafft, mit der Z-Form den kürzestmöglichen Weg zwischen Gesäß, Rücken und Boden herzustellen. Das hat vor ihm nur Marcel Breuer mit seinem Freischwinger geschafft, aber bis heute ist der Panton für mich der Beste.

Als Student habe ich auch einmal versucht, solch einen Stuhl zu entwerfen und dieses Modell zu übertrumpfen. An diesem Projekt bin ich leider gescheitert.

Als Autodesigner hatte ich nie den Traum, große Wagen zu entwerfen. Ich bin in der Käfer-Ära groß geworden und auch meine Karriere habe ich in der Vier-Meter-Klasse gemacht: Golf, Kadett, Seat Leon und jetzt Mini. Etwa 95 Prozent des Autodesigns sind durch gesetzliche Vorschriften oder physikalische Auflagen vorgegeben, damit bleiben uns nur fünf Prozent Gestaltungsspielraum.



Aber gerade das ist die Herausforderung daran. Die drei Designaufgaben, die mir trotz aller technischer Zwänge Freiraum für persönliche gestalterische Leistung ermöglichen, sind Proportion, Skulptur und Details.