Das Buch

Mit seinem weltberühmten Zyklus "Heimat" hat Edgar Reitz Film- und Fernsehgeschichte geschrieben. In den 80er und 90er Jahren war die Geschichte um "Hermännchen " und das abgelegene Hunsrückdorf Schabbach ein Straßenfeger. Jetzt erzählt Reitz sein Psychogramm der Bundesrepublik Deutschland bis zur Jahrtausendwende als großangelegtes Finale: "Heimat 3"

Hermann und Clarissa begegnen sich nach siebzehn Jahren wieder – in Berlin am Abend des Mauerfalls. Als Musiker sind beide international erfolgreich, in der Liebe sind beide gescheitert. Sie beschließen, es nochmals miteinander zu versuchen. In der Nähe von Schabbach kaufen sie ein traumhaft gelegenes, verfallenes Bauernhaus, in dem der Legende nach die unglückliche Caroline von Günderrode sich mit ihrem Geliebten traf. Der Abschluss der Renovierung wird mit einer großen Party gefeiert. Inzwischen ist Hermanns Bruder Ernst wieder aufgetaucht. Er ist begeisterter Flieger und Kunstsammler, der sich in Osteuropa immer wieder durch zwielichtige Geschäfte in Schwierigkeiten bringt. Auch in der Familie des dritten Bruders August bahnen sich Konflikte an: Hartmut, Augusts Sohn, der gerade in die Firma des Vaters eingetreten ist, verliebt sich in die schöne Russlanddeutsche Galina und gefährdet seine junge Ehe.

Clarissa verlässt Hermann wegen eines anderen Mannes, und Hermann reist unstet durch die Welt auf der Suche nach neuem Halt. Als Clarissa schließlich in ihr gemeinsames Haus zurückkehrt, ist sie eine schwerkranke Frau. Die Zeit des Abschiednehmens ist angebrochen – von Menschen, von Schabbach und von einem Jahrtausend.

Der Autor

Edgar Reitz, Jahrgang 1932, gehörte zu den bedeutendsten deutschen Filmschaffenden. Mit der Geschichte der Familie Simon aus dem Hunsrückdorf Schabbach verarbeitet er auch seine eigene Lebensgeschichte und schuf ein gewaltiges Filmwerk. Der „Heimat“-Zyklus ist weltberühmt und hat Fernsehgeschichte geschrieben. Für sein Lebenswerk wurde Reitz u. a. mit der Carl-Zuckmayer-Medaille ausgezeichnet.

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