DR. BACH: Begriffe bringen uns in der Tat nicht weiter. Aber bei den Eliteschulen des Sports stimmen Anspruch und Leistung überein. Und natürlich müssen wir über Eliten nicht nur re-den, sondern sie fördern. Umgekehrt kann es nicht sein, dass der Begriff der Leistungselite überhaupt umstritten ist. Stellen Sie sich vor, dass von 1996 bis 2001 darum gesellschaftspolitisch gestritten wurde, die 38 vorbeschriebenen Einrichtungen Eliteschulen nennen zu können.

Erst jetzt setzt sich die Erkenntnis durch, dass wir in allen gesellschaftlichen Bereichen der Leistungseliten bedürfen. Nivellierung führt zum Niedergang, während herausragende Leis-tungen motivierend für das ganze Umfeld wirken.

Sie sind Schirmherr der Sportförderaktivitäten der Sparkassen-Finanzgruppe. Inwieweit nehmen Sie dabei Einfluss auf eine gezielte Nachwuchsarbeit?

DR. BACH: Zunächst habe ich erfreut zur Kenntnis genommen, in welchem Umfang die Sparkassen die Jugendarbeit in den Vereinen vor Ort auf breitester Ebene unterstützen. Bundesweit sind hier im vergangenen Jahr 60 Millionen Euro investiert worden. Davon etwa zwei Drittel alleine in die vorbeschriebene Vereinsarbeit. Die Sparkassen sind damit Deutschlands nichtstaatlicher Sportförderer Nummer Eins. Die Sparkassen-Finanzgruppe hat vor allem auch die Idee der Eliteschulen gleich 1996 offensiv aufgenommen und fördert sie seither durch die Finanzierung konkreter Projekte. Im Augenblick steht der Bereich des sogenannten e-learnings im Fokus. Die jungen Sportlerinnen und Sportler werden bei ihren Wettkampfreisen von den Lehrern elektronisch begleitet und verpassen so ihren Lehrstoff nicht, bzw. können Übungen auch extern erledigen.

Welchen Wunsch haben Sie für unsere junge Elite?

DR. BACH: Dass sie sich ihren Leistungswillen erhält und dass sich diese jungen Menschen noch mehr untereinander interdisziplinär austauschen. Der Leistungswille ist Teil des Persönlichkeitsbildes, das verbindet die junge Leistungselite aus Wissenschaft, Kultur und Sport.