Vor kurzem hat Aygül Özkan Niedersachens Sozialministerium übernommen, zu dem nun auch der Aufgabenbereich Integration gehört. Neben Armin Laschet in Nordrhein-Westfalen ist sie erst die zweite Integrationsministerin Deutschlands. Wird es der türkischstämmigen CDU-Politkerin gelingen, die Verständigung zwischen Migranten und Deutschen zu verbessern?

Dafür spricht die Vermutung, dass Aygül Özkan besonders glaubhaft zwischen dem deutschen und dem türkischen Teil der Bevölkerung vermitteln kann. Als Muslima könnte sie sich zum einen überzeugend für die Rechte und Interessen der Muslime in Deutschland einsetzen. Zum anderen würde sie aber auch Gehör finden, wenn sie von Migranten mehr Beteiligung am öffentlichen Leben fordert.

Gegen ihre Rolle als Vermittlerin würde sprechen, dass sie sich als Politikerin immer auch an die Linie ihrer Partei halten muss. Bereits in der Diskussion um die Kruzifixe in Niedersachens Klassenzimmern musste sie nach Kritik aus den eigenen Reihen von ihrer Position abrücken. Außerdem besteht Grund zur Sorge, dass sowohl Migranten als auch Deutsche ihre neutrale Vermittlerrolle in Frage stellen und ihr Parteiennahme vorwerfen.

Was meinen Sie? Wird Aygül Özkan die Integration der muslimischen Migranten in Deutschland voranbringen?