Der designierte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will die Pläne zur Einführung einer Pkw-Maut schnell umsetzen. "Wir haben den Zeitplan vorgegeben. 2014, so steht es im Koalitionsvertrag, so wird es auch kommen", sagte Dobrindt.  

CDU, CSU und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag auf die Einführung einer Pkw-Maut festgelegt, die zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur beitragen soll. Allerdings ist zwischen den drei Parteien auch verabredet, dass nur eine Maut eingeführt werden darf, die europarechtskonform ist und deutsche Autofahrer nicht mehr als bisher belastet. In SPD und CDU wird bezweifelt, dass dies möglich ist.

Die CSU hatte die Aufnahme der Pkw-Maut in den Koalitionsvertrag gegen die SPD und Teile der CDU durchgesetzt. Kritiker bezweifeln, dass ein entsprechendes Gesetz europarechtlich Bestand haben kann. Viele Autofahrer befürchten, dass es eine Maut für alle geben wird.

Dobrindt löst Peter Ramsauer als Verkehrsminister ab. Ramsauer sagte: "Ich übergebe ein gut geführtes Haus, das sehr solide für die Zukunft aufgestellt ist." Unter anderem seien die Grundlagen für eine von der CSU im Koalitionsvertrag durchgesetzte Pkw-Maut und eine deutlich bessere Finanzierung der Infrastruktur geschaffen worden.