So gäben beispielsweise in Portland Fahrradfahrer im Monat rund 24 Prozent mehr Geld beim Einkaufen aus als Menschen, die mit dem Auto unterwegs sind. Ein ähnlicher Trend zeichnet sich in New Yorks Stadtteil Manhattan ab. Seitdem dort in der 9th Avenue ein neuer Fahrradweg in Betrieb ist, verzeichnen die Händler in der direkten Umgebung einen Anstieg von 49 Prozent im Verkaufsvolumen. Geschäfte, die weiter weg von dem Fahrradweg liegen, verzeichnen zur gleichen Zeit einen Anstieg von lediglich drei Prozent.

3. Mitarbeiter sind fitter und produktiver, wenn sie radeln.

Eigentlich braucht dieses Argument keine weitere Erklärung. Auch wenn Fahrradfahrer einem höheren Unfallrisiko ausgeliefert sind und sie mehr Abgase einatmen als Autofahrer, haben schon zahlreiche Studien erkannt: Fahrradfahren stärkt die Gesundheit. Die Herausgeber der amerikanischen Untersuchung erkennen außerdem noch einen anderen Trend: Wer mit dem Fahrrad ins Büro kommt, ist produktiver.

So seien radelnde Arbeitnehmer im Schnitt 32 Prozent seltener krank, 52 Prozent seien produktiver und hätten Gesundheitskosten, die um 55 Prozent niedriger liegen als die der Kollegen, die mit dem Auto ins Büro kommen.

4. Mehr Fahrradwege machen Arbeitgeber attraktiver.

Unternehmen, die schnell mit dem Fahrrad zu erreichen sind, sind laut der Autoren die attraktiveren Arbeitgeber. Das führt dazu, dass Unternehmen, die gut an Fahrradwege angebunden sind, sich ihre Mitarbeiter eher aussuchen können als Firmen, die irgendwo im Nirgendwo beheimatet sind.

Außerdem brauchen Unternehmen keine riesigen Parkplätze, wenn sie nahe an Fahrradwegen liegen. Ed Irison von dem amerikanischen Technologieunternehmen Mutual Mobile sagte dem Guardian: "Wir zwängen uns lieber in ein Büro in Downtown, anstatt großzügige Flächen am Ende der Welt zu haben." Die Büros von Mutual Mobil liegen im Stadtzentrum von Austin (Texas). Irison glaubt, dass es gerade Fahrradwege sind, die es seinem Unternehmen ermöglichen, weiter in der Innenstadt zu residieren.

Erschienen im Portal WiWo Green der Wirtschaftswoche