Der ADAC geht davon aus, dass wegen des Skandals um den Autopreis Gelber Engel und weiteren Ungereimtheiten bereits 15.000 Mitglieder gekündigt haben. Insgesamt hätten im Januar 66.233 Menschen ihre Mitgliedschaft beendet – im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum lediglich 51.805.  

"Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil dieser knapp 15.000 Kündigungen auf die jüngsten Entwicklungen zurückzuführen ist", teilte der Club mit. Die Kündigungen seien bereits bearbeitet, aber wegen der Kündigungsfristen erst in den kommenden Monaten wirksam.

Weitere rund 55.000 Kündigungen seien noch unbearbeitet, teilte der Verein mit. Normalerweise liege die Zahl unbearbeiteter Kündigungen im Januar zwischen 5.000 und 10.000. Zum 31. Januar seien 18,99 Millionen Menschen im ADAC gewesen.

Der ADAC steht derzeit wegen immer neuer Enthüllungen in der Kritik. Es begann damit, dass der Club Manipulationen bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen einräumen musste. Außerdem wurden Rettungshubschrauber für Dienstreisen des Präsidiums genutzt. Zudem wurden fragwürdige Geschäfte des Clubs mit der Firma eines ADAC-Funktionärs bekannt.