Schönheit ist nicht alles, auf die inneren Werte kommt es an. So werden gerne Menschen getröstet, bei denen die Natur mit ihren Gaben etwas geizig umgegangen ist. Der als Weltauto konzipierte Kleinstwagen Mitsubishi Space Star wurde zwar von Menschen gestaltet, eine Schönheit ist aber auch er nicht. Wo andere Kleinwagen sich als schick oder sportlich positionieren, wirkt der Space Star eher gedrungen und pummelig. Der Nachfolger des über viele Jahre gebauten Mitsubishi Colt soll halt weltweit gefallen und nicht nur europäische oder deutsche Geschmacksmuster bedienen.

Ob der 3,71 Meter lange Fünftürer durch innere Werte überzeugen kann, soll der Alltagstest klären. Wir fahren den Space Star in der höchsten Ausstattungsstufe shine+ mit einem Dreizylindermotor. Zusammen mit dem farbintensiven Lackton Apfelgrün (450 Euro Aufpreis) setzt Mitsubishi auch im Innenraum grüne Farbakzente: Auch die Sitze leuchten in einem auffälligen Grün.

Mehr Mut zur Farbe hat der Hersteller aber nicht – den Rest des Interieurs dominiert Schwarz. Die Kunststoffe sind sicher pflegeleicht, laden aber nicht unbedingt zum längeren Betrachten ein. Immerhin: Bei der Ausstattung shine+ (ab 13.990 Euro) ist die Infotainment-Einheit mit Klavierlack eingefasst, außerdem kommen einige chromfarbene Applikationen zum Einsatz.

Von dem eher unscheinbaren Innenraum sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, der Kleine hat einiges zu bieten. Jede Menge Platz zum Beispiel. Für ein Fahrzeug dieser Kürze gibt es relativ viel Bewegungsfreiheit für die Insassen, und zwar vorne wie hinten. Das liegt am vergleichsweise großen Radstand von 2,45 Metern. An Ablagen wurde nicht gespart, das Handschuhfach ist großzügig dimensioniert und in den Kofferraum passen in der Grundstellung 235 Liter.

Die im Verhältnis 60:40 geteilte Lehne lässt sich nur vom Kofferraum aus umlegen – man muss an Schlaufen ziehen. Dann bietet der Kofferraum ein Volumen von bis zu 912 Litern, er hat aber eine unpraktische Stufe im Gepäckteilboden. Unschön mutet der Nadelfilzbelag an, den der Space Star auch in der Basisversion hat. Hier hat Mitsubishi versäumt, die höheren Ausstattungslinien optisch und haptisch vom Einstiegsmodell abzusetzen.

Ansonsten gibt sich die Topausstattung nicht knauserig. Zum Serienumfang zählen unter anderem Tagfahrlicht, Nebelleuchten, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen, Lederlenkrad, Klimaautomatik und ein schlüsselloser Zugang. Navi und Musikanlage lassen sich über ein sieben Zoll großes Display steuern. Darüber kann man auch die Daten des Bordcomputers abrufen.