"Der ADAC ist in den letzten Jahren rasant gewachsen – bei den Mitgliederzahlen und den Leistungen", sagte ADAC-Interimschef August Markl in der Wochenzeitung DIE ZEIT. Das habe zu Defiziten geführt, die der Club jetzt konsequent beseitigen werde.

Der Betrug bei der Vergabe des Autopreises, geschönte Zuschauerzahlen am Nürburgring und Vorwürfe, der Autoclub würde Mitglieder bei der Pannenhilfe benachteiligen, wirken sich auch auf die Mitgliederzahlen aus. In den ersten vier Monaten hätten "etwa 1,5 Prozent der Mitglieder gekündigt, knapp 290.000 Menschen", so Markl.

Er selbst habe von Klüngel und Betrug nichts geahnt, der Interimschef. "Ich habe weder von den Manipulationen gewusst, noch sind mir andere unrechtmäßige Aktivitäten im ADAC bekannt gewesen." Als sich der Betrug beim Autopreis Gelber Engel bewahrheitete, habe er selbst es zunächst nicht glauben können. "Für mich ging eine Welt unter, als dann der erste Untersuchungsbericht vorlag."  Mittlerweile spüre er hingegen einen immensen Reformwillen, "als sei ein Schalter umgelegt worden."