Autohersteller bieten heute für ihre Modelle oft so viele Sonderausstattungen, dass man leicht die Übersicht verliert. Der Blick in die Preislisten für die Neuauflagen von Citroën C1 und Peugeot 108 offenbart beim gleichen Auto dagegen lediglich zwei Motoren und den gleichen Grundpreis. Das schaut also zunächst tatsächlich recht übersichtlich aus.

Doch ganz so leicht ist die Sache dann doch nicht. Für 8.890 Euro gibt es die Modelle mit Basismotor, einem 51 kW (69 PS) starken Dreizylinder. Den steuert der japanische Autobauer Toyota bei, der mit dem Aygo erneut das dritte Modell in dem Kleinstwagen-Verbund stellt. Der Benziner verbraucht je nach Ausführung zwischen 3,8 und 4,2 Liter Sprit auf 100 Kilometer. Da geht es schon los mit der Qual der Wahl. Man muss nämlich wissen, ob man Modelle mit Start-Stopp-Technik vorzieht oder nicht.

Diese verbrauchen nicht nur etwas weniger Benzin, sondern reagieren in den oberen Gängen wegen der längeren Übersetzung auch etwas phlegmatischer. Doch im Haupteinsatzbereich eines Kleinwagens, der Stadt, geht es so oder so hurtig voran. Schließlich sind die ersten beiden Stufen exakt gleich kurz gehalten, ob Sparversion oder nicht.

Dass ausschließlich Dreizylinder eingesetzt werden, ist in akustischer Hinsicht kein Nachteil, eher im Gegenteil. Denn die Aggregate klingen charakteristisch und heben sich bei ordentlicher Laufruhe deutlich von ihren vierzylindrigen Kollegen ab. Während für den Vorgänger ausschließlich der Basismotor zu haben war, verbaut der PSA-Konzern neuerdings zusätzlich auch seinen eigenen 1,2 Liter großen Puretech-Motor. Er soll der Baureihe eine französische Handschrift verpassen. Wer also ein bisschen mehr Leistung möchte, kann bei den neuen Modellen Citroën C1 und Peugeot 108 auch 60 kW (82 PS) haben.

Im Innenraum ist's leiser

Der kräftigere Ottomotor ist ebenfalls ein Dreizylinder und erfreut mit typischem Sound. Im Hinblick auf Vibrationsfreiheit geben sich beide Triebwerke nichts. Neun Kilowatt mehr Leistung spürt man aber doch. Das wird etwa jeden fünften Käufer zuschlagen lassen, mutmaßt man bei Peugeot. Zwar schieben beide Motoren ordentlich aus dem Stand an, aber bei Überholvorgängen jenseits von 70 km/h gewinnt der stärkere Motor merklich.

Wenn das persönliche Streckenprofil also auch Überlandfahrten etwa zwischen zwei Großstädten beinhaltet, dann ist der 1,2er die bessere Wahl. Auch in den Werksangaben spiegelt sich der Beschleunigungsvorteil wider: Während das Grundmodell je nach Version bis zu 14,3 Sekunden vom Stand auf 100 km/h benötigt, durchbrechen die Puretech-Varianten die 100er-Marke nach elf Sekunden.

Was die Insassen erfreut: Citroën und Peugeot haben in die Geräuschdämmung investiert. Möglichst geringe Fahrgeräusche sind wichtig, schließlich nutzen Kunden mit schmalem Budget den Kleinstwagen durchaus auch für längere Strecken, wenngleich natürlich keine Komfortoase erwartet werden darf. Erfreulich ist die jetzt recht direkt agierende Lenkung. Bei der Servounterstützung bewiesen die Techniker ein gutes Händchen und stimmten sie nur so leichtgängig ab wie eben nötig.