Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will die geplante Pkw-Maut in Deutschland über ein Vignetten-System einführen. "Das ist einfach, das hat wenig Bürokratiekosten, das kennt man schon aus anderen Ländern und das lässt sich auch in einem akzeptablem Zeitumfang umsetzen", sagte Dobrindt im Bayerischen Fernsehen.

Wie viel eine Vignette kosten werde, wollte der CSU-Politiker nicht sagen. 100 Euro im Jahr sei aber eine interessante Zahl. "Es kann aber auch etwas weniger sein, vor allem dann, wenn es einen Ökobonus gibt", sagte Dobrindt. Deutsche Autofahrer sollen durch die Maut nicht mehr Geld zahlen müssen.

Das Vignettensystem werde nicht gegen EU-Recht verstoßen, sagte Dobrindt. "Es wird europarechtskonform. Wir werden dafür sorgen, dass kein Ausländer benachteiligt wird."

Der CSU-Politiker will die Maut ab dem 1. Januar 2016 erheben. Das Konzept dafür will er vor der Sommerpause vorlegen. Das Verkehrsministerium wollte die Pläne zunächst nicht kommentieren.