Spanien fordert eine EU-weite Regelung für neue Fahr-Vermittlungsdienste über das Internet. Die spanische Verkehrsministerin Ana Pastor verlangte von der EU-Kommission, sich mit neuen Internetanbietern zu befassen, die über Handy-Apps Fahrer vermitteln.

Spanien wolle erreichen, dass die Europäische Union eine möglichst einheitliche Regelung erstelle, an die sich alle Mitgliedsstaaten halten könnten, berichtete die Zeitung El País. Am Mittwoch hatten Zehntausende Taxifahrer in mehreren Großstädten gegen die neuen Internet-Fahrdienste protestiert. In Madrid gab es wegen eines Streiks 24 Stunden lang überhaupt keine Taxis, in Berlin protestierten Hunderte mit einer Sternfahrt

Das Madrider Verkehrsministerium hatte darauf hingewiesen, dass in Spanien alle Fahrdienste Lizenzen benötigten. Bei Verstößen gegen diese Regelung könnten auf Anbieter Geldstrafen zwischen 4.000 und 18.000 Euro zukommen, auf Kunden zwischen 400 und 600 Euro. 

Taxifahrer fürchten Konkurrenz durch die Internet-Plattform. Sie kritisieren den Dienst als illegal. Bei Uber kann jeder Fahrten anbieten, der älter ist als 21, einen Führerschein hat und ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorweisen kann. Regelmäßige Kontrollen wie bei Taxifahrern gibt es nicht. Auch versicherungsrechtliche Fragen bleiben offen – in einem Taxi ist der Fahrgast bei einem Unfall mitversichert.