Die geplante Pkw-Maut soll nach einem Bericht des Spiegels nicht nur für Autobahnen, sondern für alle Straßen gelten. Dies gehe aus dem elfseitigen Konzept von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hervor. Somit werde vermieden, dass der Autobahnverkehr auf die Bundes- und Landesstraßen ausweicht.

Dobrindt hatte bereits angekündigt, dass die Maut über Vignetten zu bezahlen ist. Laut Spiegel soll es drei Arten geben: Für zehn Tage soll die Vignette 10 Euro kosten, für zwei Monate 20 Euro. Die Jahresvignette hätte keinen Pauschalpreise. Dieser sei stattdessen abhängig von der Öko-Klasse und dem Hubraum des Wagens.

Für ein Auto, das im vergangenen Jahr zugelassen wurde und mit Benzin fährt, fallen dem Bericht nach 2 Euro je angefangener 100 Kubikzentimeter Hubraum an. Für Dieselfahrzeuge liege der Betrag bei 9,50 Euro.

Dobrindt sagte der Bild, dass er mit Maut-Einnahmen durch ausländische Pkw von jährlich 625 Millionen Euro rechne. Für deutsche Autofahrer solle die Maut keine zusätzliche Belastung bringen, da im Gegenzug die Kfz-Steuer gesenkt werde, sagte Dobrindt. Der Verkehrsminister sagte zudem, das System sei EU-konform. Der EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hatte in einem Gastbeitrag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung allerdings geschrieben, es sei nicht rechtens, bei Einführung der Maut automatisch die Kfz-Steuer zu senken.

Die offizielle Vorstellung des Konzepts mit dem Titel "Einführung einer Infrastrukturabgabe auf dem deutschen öffentlichen Straßennetz" ist für Montag geplant.