Der ADAC zieht sich aus dem umkämpften Fernbusgeschäft zurück. Der Partner Deutsche Post übernehme die Anteile an der gemeinsamen Busgesellschaft, teilten die Unternehmen mit. Sie hatten seit Ende 2013 zusammen das Geschäft mit den Fernbussen betrieben und damit auch der Deutschen Bahn Konkurrenz gemacht.

Der Preiskampf hatte aber zuletzt immer mehr Fernbusgesellschaften unter Druck gesetzt. Die ersten Anbieter sind schon wieder vom Markt verschwunden. "Nach Einschätzung des ADAC hat sich der liberalisierte Fernbusmarkt in den vergangenen Monaten zwar dynamisch, jedoch auch in zunehmendem Maße wettbewerbs- und preisintensiv entwickelt", teilte der Automobilclub mit.

Die Post kündigte an, den Betrieb alleine weiterzuführen. Der Markt wachse, weshalb die Post das Netz im kommenden Jahr auch weiter ausbauen wolle.

Marktführerschaft nicht erreicht

Der ADAC begründete den Rückzug auch mit seiner eigenen Neuausrichtung nach einer Reihe von Skandalen. Man wolle sich vor allem auf die Kernleistungen Hilfe, Rat und Schutz konzentrieren, teilte der Automobilclub weiter mit. Der ADAC nutze nun eine vertraglich vereinbarte Ausstiegsoption.

Ursprünglich hatten sich die beiden Partner vorgenommen, zum Marktführer in dem umkämpften Fernbus-Geschäft zu werden. Zuletzt bezifferte der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (BDO) den Marktanteil aber lediglich auf acht Prozent. Damit fuhr der ADAC-Postbus dem Marktführer MeinFernbus (45 Prozent) und Flixbus (24 Prozent) mit weitem Abstand hinterher.