2,69 Meter – dieses Maß ist den Entwicklern bei Smart heilig. Der Dreitürer ist in seiner Neuauflage genauso lang geblieben wie sein 1,6 Millionen Mal verkaufter Vorgänger. Der neue Fünftürer ist 80 Zentimeter länger und kommt somit auf 3,49 Meter – immer noch deutlich weniger als das, was landläufig als Kleinstwagen gilt.

Formal hat sich dagegen eine Menge beim Smart geändert. Der kleine Fortwo hat eine Nase bekommen, die Haube vorn, unter der kein Motor steckt, sondern nur die Behälter für Waschwasser und Bremsflüssigkeit. Grund für die Änderungen waren die Anforderungen des Fußgängerschutzes.

Gewonnen hat der Fortwo in der Breite. Zehn Zentimeter mehr werden geboten, das kommt dem Innenraum deutlich spürbar zugute. Gewiss, man wünscht sich als Fahrer etwas mehr Abstellfläche für die Füße. An Langstreckenfahrten denken wir lieber nicht. Auch das Lenkrad lässt sich nur bei den höherwertigen Ausstattungen in der Höhe verstellen, eine axiale Justierung ist gar nicht möglich, wäre aber dem Finden einer angenehmen Sitzposition dienlich.

Im Viersitzer, dem Smart Forfour, hocken dagegen auch die Fondpassagiere in würdevoller Haltung. Er wurde in Kooperation mit Renault entwickelt und entspricht technisch dem neuen Twingo. Ab 22. November steht der neue Smart beim Händler. Der Zweisitzer kostet ab 10.895 Euro, für die größere Variante sind mindestens 11.555 Euro fällig. Mit 660 Euro ist die Differenz vergleichsweise niedrig. Zum Vergleich: Volkswagen verlangt für vier Türen beim Golf einen Aufpreis von 900 Euro, für ein ansonsten komplett identisches Auto. Allerdings ist der Grundpreis für den Smart Fortwo schon relativ hoch.

Elektro-Smart kommt erst viel später

Für den Gepäcktransport stehen im Dreitürer 260 bis 350 Liter Ladevolumen bereit, im Fünftürer sind es 185 bis 975 Liter. Beim Verladen ist jedoch zumindest beim kurzen Smart Vorsicht geboten: Die Schließhalterungen der bei diesem Modell horizontal geteilten Kofferraumklappe ragen gut zwei Finger breit in die Laderaumöffnung und drohen den Koffern mit ihren harten Kanten. Beim Forfour ist der Fond variabel: Die Sitzfläche der Rückbank lässt sich mit einer Handbewegung wegklappen, was den Laderaum zwölf Zentimeter höher macht.

Der Motor sitzt auch in der Neuauflage des Smart im Heck, unter dem Kofferraumboden. Zur Markteinführung im November stehen für den Zweitürer zwei Dreizylinder-Benziner zur Wahl: ein Saugmotor mit 52 kW (71 PS) und ein Turbomotor, der 66 kW (90 PS) leistet. Ersterer bringt den Smart auf bis zu 151 km/h, mit dem stärkeren Motor sind maximal 155 km/h drin. Beim Forfour beschränkt sich das Angebot zunächst auf den schwächeren Sauger. Als Verbrauch gibt der Hersteller 4,1 und 4,2 Liter je 100 Kilometer an – kein Spitzenwert, da haben größere Autos wie etwa der VW Polo weniger zu bieten.