Im Tarifkonflikt mit den Lokführern ist die Deutsche Bahn bereit für ein Schlichtungsverfahren. Man sei für den Vorschlag des Deutschen Beamtenbundes offen, eine Einigung in einer Schlichtung oder Moderation zu finden, sagte Personalvorstand Ulrich Weber. Die Bahn wolle im Tarifstreit Ergebnisse erzielen und Streiks abwenden. Kunden und Mitarbeiter bräuchten Planungssicherheit. "Hauptsache, wir verhindern tagelange Arbeitskämpfe", sagte Weber.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will den Vorschlag nicht kommentieren. Ein Sprecher sagte, es gebe keinen neuen Stand seit den Beschlüssen der Tarifkommission und des Vorstands vom Mittwoch. Es bleibe dabei, dass die GDL die Bahnkunden rechtzeitig über neue Streiks informieren werde. 

Am Mittwoch hatte die GDL beschlossen, dass es grundsätzlich neue Streiks geben soll. Sowohl den Starttermin als auch die geplante Dauer ließ die Gewerkschaft aber offen.

Es wäre der mittlerweile siebte Ausstand im laufenden Tarifkonflikt. Die Auseinandersetzung war erstmals im Herbst eskaliert. Nach zwei Warnstreiks im September folgten auf Grundlage einer weiterhin gültigen Urabstimmung der GDL bis Anfang November vier längere Streiks. Es fiel jeweils ein Großteil des Zugverkehrs in ganz Deutschland aus.