Seit Projektstart sind elf fahrerlose Autos von Google dem Konzern zufolge in Unfälle verwickelt gewesen. Es habe sich jedoch nur um unbedeutende Vorfälle mit "leichten Schäden und keinen Verletzten" gehandelt, teilte Projektleiter Chris Urmson in einem Blogpost mit.  

Kein Unfall sei auf den Selbstfahr-Modus der Wagen zurückzuführen. Sieben Mal seien andere Fahrer auf die Google-Wagen aufgefahren. Ansonsten seien sie an der Seite gestreift worden und bei einem Zusammenstoß sei ein anderes Auto an einem Stoppschild vorbeigerollt. 

"Wenn man lange genug Zeit auf der Straße verbringt, werden Unfälle passieren, egal ob man in einem normalen Auto sitzt oder in einem selbstfahrenden Auto", schreibt Urmson. Technologie könnte den Straßenverkehr aber sicherer zu machen.

Die Zwischenfälle trugen sich den Angaben zufolge auf Teststrecken von insgesamt 2,8 Millionen Kilometern zu. Derzeit testet Google die Technik mit mehr als 20 Fahrzeugen.

Zuvor hatten Kritiker wegen Sicherheitsbedenken mehr Transparenz von Google gefordert.  John Simpson, Projektleiter der unabhängigen Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog, wies darauf hin, dass Googles Ziel ein Auto ohne Lenkrad und Pedale sei. Dies könne dazu führen, dass eine Person im Ernstfall nicht die Kontrolle über den Wagen übernehmen könne. Daher sei es "umso wichtiger, dass die Details jedes Unfalls publik werden", sagte Simpson. 

Ab 2020 regulär im Straßenverkehr

Google hatte seine selbstfahrenden Fahrzeuge im Herbst 2010 vorgestellt. Autohersteller haben seitdem ebenfalls diverse Fortschritte präsentiert. So zeigte Daimler erst vor wenigen Tagen einen autonom fahrenden Lastwagen. Experten rechnen damit, dass selbstfahrende Autos zum Jahr 2020 regulär im Straßenverkehr auftauchen. Bis dahin müssten aber noch diverse rechtliche Fragen geklärt werden.

Google baute seine Elektronik bisher vor allem in Fahrzeuge anderer Hersteller wie Toyota ein, inzwischen entwickelte der Konzern aber auch einen eigenen kleinen elektrischen Zweisitzer für den Stadtverkehr. Google will bei diesen Autos die Kontrolle komplett dem Computer überlassen und auf typische Steuer-Elemente wie Lenkrad oder Pedale verzichten.