Wer am Samstag in einer größeren Stadt bummeln geht, ist happige Preise gewöhnt: eine Kugel Eis 1,50 Euro, das kleine Mineralwasser im Café 2,50 Euro und die Portion Spaghetti Carbonara – die bei uns im Dorf neun Euro kostet – schlägt mal eben mit zwölf Euro zu Buche. Da ist es doch nur logisch, dass auch der – in den Augen des Herstellers einzig wahre – Stadtwagen mit zu seinem Revier passenden Preisen vorfährt.

Die Rede ist natürlich von der neuen, dritten Generation des Smart Fortwo. Mit der derzeit stärksten Motorisierung kostet er mindestens 11.790 Euro. Und dann steht er noch relativ nackt da. Unser mit jeder Menge Extras ausgerüsteter Testwagen übersprang locker die 15.000-Euro-Marke. Dafür gibt es auch schon Basismodelle in der deutlich größeren Kompaktklasse. Zumal der Smart-Händler über Rabatte kaum mit sich reden lässt, der – sagen wir mal – Kia- oder Peugeot-Händler schon.

Gut, er kostet also. Aber für das viele Geld erhält man auch ein einmaliges Auto: Mit seiner Kürze von 2,70 Metern fährt der Smart in seinem eigenen Segment. Seit Toyota den (30 Zentimeter längeren) iQ vom Markt genommen hat, gibt es gar keine Alternativen mehr. Als Stadtwagen ist der Smart einfach unschlagbar. Der Wendekreis ist mit seinen knapp sieben Metern unfassbar klein. Unfassbar, weil man es als Fahrer manchmal selbst nicht glauben kann, in welch engen Straßen man das Mikro-Auto problemlos in einem Zug wenden kann.

Und das natürlich leidige Thema Parken. Der Smart ist so lang geblieben wie sein Vorgänger. Auch mit dem durfte man eigentlich schon nicht mehr quer einparken, weil ein Stück der 2,70 Meter dann doch auf die Straße ragt. Aber in vielen Fällen wird es knöllchenfrei toleriert. Und selbst wenn nicht: Mit dem Fortwo rangiert man in Lücken, an denen Nicht-Smart-Fahrer achselzuckend vorbeifahren müssen.

Diese Vorteile des Konzepts hat sich der Smart in der dritten Generation bewahrt. Genauso wichtig ist jedoch, dass er einige Nachteile der alten nicht mehr hat. Da wäre in erster Linie die lahme Halbautomatik zu nennen, die durch ein aufpreispflichtiges Doppelkupplungsgetriebe ersetzt wurde. Unser Testwagen hatte die serienmäßige Fünfgang-Handschaltung an Bord. Über die gibt es nichts zu meckern. Zudem verfügt der Smart jetzt über so etwas wie Fahrkomfort. Vorbei die Zeiten, wo seine Fahrer hilflos hoppelnd jeder Straßenrille ausgeliefert waren.

Dieser Fortschritt ist allerdings relativ. Der gleichgebliebene Radstand von 1,87 Meter und die schon aus Sicherheitsgründen knackige Gesamtauslegung dürfen keinen Komfort wie bei Klein- oder gar Kompaktwagen erwarten lassen. Doch ist die Straße einigermaßen in Ordnung, gibt es im Smart keine Rückenprobleme – auch deshalb nicht, weil die Sitze sehr gut sind.