Uber hat in Frankreich den Betrieb seines Fahrdienst-Angebots UberPop ausgesetzt. Hintergrund ist offenbar das für September erwartete Urteil, das klären soll, ob das Angebot grundsätzlich legal ist. Offiziell ist die Entscheidung aber eine Reaktion auf die "Gewalttaten der vergangenen Wochen" gegen Uber-Fahrer, teilte Uber mit.

Über UberPop können sich Privatleute ohne Lizenz mit ihren Autos als Fahrer anbieten. Dies ist in Frankreich illegal, den Fahrern drohen Geldbußen. Ein Anbieter ist nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft sogar zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Trotzdem waren bislang Uber-Wagen unterwegs, auch weil das Unternehmen den Fahrern angeboten hatte, die Bußgelder zu übernehmen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt aus diesem Grund wegen unlauterer Geschäftspraktiken und der Beihilfe zur illegalen Tätigkeit als Taxifahrer gegen Uber und dessen Frankreich-Chef.

UberPop zieht in Frankreich seit Monaten die Wut der Taxifahrer auf sich. Bei Protesten gegen das Angebot wurden Straßen und Autobahnen blockiert. Ende vergangener Woche waren die Demonstrationen der Taxifahrer teilweise in Gewalt umgeschlagen: Autos wurden umgestürzt und Barrikaden aus brennenden Reifen errichtet. Laut Polizeiangeben wurden 70 Autos demoliert.

In Deutschland ist Uber derzeit mit seinem neuen Service uberX am Markt, bei dem alle Fahrer eine Konzession nach dem Personenbeförderungsgesetz besitzen sollen. UberPop war hierzulande bereits  im März vom Frankfurter Landgericht verboten worden.