Benzin und Diesel sind in den Abendstunden zwischen 18 und 24 Uhr am teuersten. 90 Prozent der Tankstellenbetreiber würden in diesem Zeitraum ihre höchsten Preise ansetzen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Ökonomen Thomas Wein von der Leuphana Universität Lüneburg und seines wissenschaftlichen Mitarbeiters Arne Neukirch. Die Studie liegt der ZEIT exklusiv vor.

Am stärksten würde demnach der Tankstellenbetreiber Aral seine Preise nach 18 Uhr erhöhen. Gefolgt von Shell, Esso und Total. Für ihre Studie werteten die Wissenschaftler Daten des Dienstleister clever-tanken.de für 120 Tage des vergangenen Jahres aus. Die Website veröffentlicht die offiziellen Preisdaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe.

Dabei seien Muster für bestimmte Wochentage und Uhrzeiten deutlich geworden, schreiben die Wissenschaftler in der ZEIT. "Alle Anbieter starten mit hohen Preisen, die sie im Laufe des Tages sukzessive senken. Abends steigen die Preise wieder an, um spätestens zu Mitternacht in etwa das alte Niveau zu erreichen. Shell und Aral starten dabei auf höchstem Niveau."

Nicht-Oligopolisten und der Anbieter Jet würden mit vergleichsweise niedrigeren Preisen beginnen und diese am weitesten absenken. Mehr als die Hälfte der Tankstellen würde ihre Preise demnach in den Vormittagsstunden zwischen 6 und 12 Uhr senken.