Das vergangene Jahr war in Deutschland das unfallreichste Jahr seit der Wiedervereinigung – die Zahl der Verkehrstoten sank allerdings auf den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, starben 2016 bei Unfällen im Straßenverkehr 3.214 Menschen. Das waren 245 – oder 7,1 Prozent – weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Verletzten stieg um 0,8 Prozent auf rund 396.700 Menschen.

Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern am höchsten, in den Stadtstaaten sowie in Nordrhein-Westfalen am niedrigsten. Mehr Todesopfer als im Vorjahr gab es in Bayern, Berlin, Hamburg, im Saarland und in Schleswig-Holstein.

Nach Angaben der Statistiker aus Wiesbaden kamen weniger Auto- und Motorradfahrer ums Leben, sondern vermehrt Nutzer von Kleinkrafträdern und Mofas sowie Fahrrädern. Überhaupt registrierte die Statistikbehörde mehr Unfälle: "2016 war das unfallreichste Jahr seit der deutschen Vereinigung." Demnach nahm die Polizei rund 2,6 Millionen Unfälle und damit 2,8 Prozent mehr auf als im Jahr zuvor. Bei 2,3 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden, bei 308.200 Unfällen wurden Menschen verletzt oder getötet.