Die Deutsche Bahn schreibt wieder schwarze Zahlen: Der Konzern erzielte 2016 einen Umsatz von 40,6 Milliarden Euro und einen Betriebsgewinn von etwa 1,95 Milliarden Euro. Nach Abzug von Zinsen und Steuern sei ein Nettogewinn von 716 Millionen Euro verblieben, teilte der Konzern mit.

"Wir haben die Trendwende geschafft", sagte der neue Bahnchef Richard Lutz. Im Vorjahr hatte das Unternehmen wegen eines Sparkurses und der Krise des Güterverkehrs noch einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro hinnehmen müssen.

Lutz zufolge zeigten die "Maßnahmen für mehr Pünktlichkeit, Sauberkeit und eine bessere Information unserer Reisenden" spürbare Wirkung. Auch mit dem Programm Zukunft Bahn sei man auf dem richtigen Weg. Das Programm bietet zahlreiche Servicemaßnahmen, etwa digitale Angebote, Verspätungsprognosen oder Navigatoren für den Nahverkehr. Das Programm gilt als "Kernstück des größten Konzernumbaus seit der Bahnreform 1994".

Bahn verzeichnet Passagierrekord

Im Fernverkehr mit IC und ICE habe die Bahn trotz der Konkurrenz der Fernbusse einen Passagierrekord verzeichnet. Europaweit beförderte die Bahn insgesamt etwa 4,4 Milliarden Passagiere in Zügen und Bussen, 81 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Im Schienenpersonenverkehr in Deutschland erhöhte sich die Anzahl an Fahrgästen auf mehr als zwei Milliarden. Während die Zahlen des Nahverkehrs konstant blieben, konnte im Fernverkehr ein Anstieg verzeichnet werden.

Richard Lutz, der am Mittwoch als Nachfolger von Rüdiger Grube ernannt wurde, sagte zudem, dass das Jahr auch deshalb so erfolgreich verlaufen sei, weil es ein gutes Jahr für die Kunden war. Pünktlichkeit und Service hätten sich deutlich verbessert. Er spüre eine "Aufbruchstimmung" im Konzern.

In diesem Jahr werde es weiter nach oben gehen, sagte Lutz, der seine Aufgabe als langjähriger Finanzvorstand parallel fortführt. Das zeigten die Zahlen der ersten Monate. Ziel sei ein Betriebsgewinn 2017 von mindestens 2,1 Milliarden Euro und ein Umsatz von 41,5 Milliarden Euro.