Großbritannien folgt dem Beispiel der USA und erhöht die Sicherheitsbestimmungen für bestimmte Flüge aus dem Nahen Osten und Nordafrika. Reisende, die direkt aus Ägypten, Jordanien, dem Libanon, Saudi-Arabien, Tunesien oder der Türkei nach Großbritannien fliegen, müssen Laptops und Tablets künftig mit ihrem Gepäck aufgeben, teilte die britische Regierung mit. Betroffen sind demnach Verbindungen von 14 Fluggesellschaften, darunter sechs britische Airlines.

Die Regel soll ebenfalls für besonders große Smartphones gelten: Geräte, die die Maße von 16 x 9,3 x 1,5 Zentimeter überschreiten, dürfen nicht mehr in die Kabine mitgenommen werden. Der Schritt sei "notwendig und angemessen", sagte ein Regierungssprecher.

In Deutschland ist eine Anpassung der Vorschriften für Flüge aus dem Nahen Osten nicht geplant. "Vergleichbare Regelungen sind gegenwärtig in Deutschland nicht vorgesehen", sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Vorbild USA

Eine vergleichbare Sicherheitsverschärfung hatte am Dienstag die US-Heimatschutzbehörde bekannt gegeben. Reisende, die von den Flughäfen in Amman, Kairo, Kuwait-Stadt, Doha, Dubai, Istanbul, Abu Dhabi, Casablanca, Riad oder Dschidda in die USA reisen wollen, müssen demnach spätestens ab Freitag alle größeren elektronischen Geräte mit dem Gepäck einchecken. Die Regelung gilt nicht für Smartphones sowie medizinische Geräte. Auch US-Bürger müssen sich an die Vorschrift halten.

Betroffen sind den US-Behörden zufolge unter anderem die Gesellschaften Royal Jordanian Airlines, Egypt Air, Turkish Airlines, Saudi Arabian Airlines, Kuwait Airways, Qatar Airways, sowie Emirates und Etihad Airways. Da keine US-Gesellschaft von den Flughäfen aus in die USA fliegt, sind amerikanische Unternehmen nicht betroffen.

Hintergrund der Entscheidung der USA sollen Hinweise auf geplante Terroranschläge sein. Demnach könnten Sprengsätze in größeren elektronischen Geräten versteckt werden. Dem US-Sender CNN zufolge basiert sie auf Informationen, an die US-Spezialkräfte bei einem Einsatz im Jemen gelangt sein sollen.