Der deutsche Autohersteller Daimler muss weltweit Hundertausende Autos wegen Brandgefahr zurückrufen. Betroffen sind Modelle der A-, B-, C- und E-Klasse sowie Mercedes CLA, GLA und GLC aus den Baujahren 2014 bis 2017. Demnach drohen bei den Modellen Überhitzungs- und Brandgefahr bei Anlassen des Motors. Das teilte der Konzern am Freitag mit.

Allein in den USA seien etwa 308.000 Fahrzeuge betroffen, in Deutschland etwa 150.000, sagte ein Daimler-Sprecher. Wie viele Fahrzeuge insgesamt genau betroffen seien, konnte der Sprecher nicht spezifizieren. Es handele sich aber um ein weltweites Problem. Es gab durch den Defekt nach Angaben von Daimler schon 51 Brände, davon 30 in den USA. Es gebe allerdings keine Berichte, dass es durch die Feuer Verletzte gegeben habe, hieß es in einer Mitteilung von Daimler an die US-Behörden weiter.

Der Autokonzern hatte der US-Verkehrsaufsicht NHTSA eine Zahl von 354.000 Fahrzeugen gemeldet. Durch einen Defekt besteht das Risiko, dass ein Startstrombegrenzer überhitze und dabei umliegende Teile verschmore. Im schlimmsten Falle könne das zu einem Feuer führen, hieß es in den Dokumenten. Daimler will das Problem durch eine zusätzliche Sicherung lösen. Der Einbau in der Werkstatt dauere etwa eine Stunde, hieß es.

Daimler ist im Juni 2016 erstmals auf das Problem aufmerksam geworden, aber erst Anfang Februar zu dem Schluss gekommen, dass Sicherheitsmängel nicht auszuschließen seien. In den USA sollen die Besitzer der Fahrzeuge Ende März kontaktiert werden. Danach sollen die nötigen Umrüstungen in den Werkstätten der US-Händler beginnen. Wann die deutschen Halter Bescheid bekommen, ist noch offen.