Gwehenberger geht daher davon aus, dass der Schadenaufwand und damit die Prämien der Kfz-Versicherung aufgrund erhöhter Reparaturkosten bis 2025 zunächst ansteigen und dann aufgrund weniger Unfälle langsam sinken werden.

Etwa ein Drittel aller Schadenzahlungen in der Kraftfahrzeugversicherung entfallen auf Schäden, die beim Ein- und Ausparken passieren. Parkassistenten haben deshalb ein theoretisch hohes Potenzial, praktisch aber keine Wirkung. Obwohl jedes zweite Auto in Deutschland mit einem Parkassistenten ausgestattet ist, hat sich die Anzahl der Parkschäden in den vergangenen Jahren nicht verringert. Zu diesem Ergebnis kam die Huk-Coburg, mit gut elf Millionen Fahrzeugen größter Autoversicherer Deutschlands. "Einparkhilfen mit akustischen Hinweisen führen bislang nicht zu weniger Schäden", sagt Kfz-Vorstand Klaus-Jürgen Heitmann. Über die Ursachen könne nur spekuliert werden, und die Technik bei Assistenzsystemen komme deutlich voran. "Wenn neue Systeme zur Verhinderung von Parkschäden genutzt werden, kann jeder vierte Unfall verhindert werden", sagt Heitmann. Diese Systeme piepsen bei Hindernissen nicht nur. Sie lenken und bremsen automatisch. Vereinzelt werden diese Park- und Manövrierassistenten auch schon bei der Typklasse berücksichtigt.

Ein hohes Sicherheitspotenzial haben nach Aussage von Gwehenberger neben Notbremsassistenten auch Spurwechsel und Spurhalteassistenten sowie Park- und Manövrierassistenten mit automatischer Notbremsfunktion. "All diese Systeme haben das Potenzial, die Typklasse positiv zu beeinflussen." Es gilt der Grundsatz: Je besser das System, desto günstiger der Tarif.