Toyota will weg vom Dieselauto. Das teilte Johan van Zyl, der Präsident von Toyota Motor Europe, beim Autosalon in Genf mit. "Wir werden keine neue Dieseltechnologie für Pkw mehr entwickeln, wir werden uns auf Hybride konzentrieren", erklärte van Zyl. Dieselmotoren würden im kommenden Jahr im gesamten Pkw-Angebot auslaufen.

Man reagiere damit auf das geringere Interesse der Kundinnen und Kunden. Im vorigen Jahr hätten bei Toyota weniger als zehn Prozent der verkauften Wagen in dem Segment einen Dieselantrieb gehabt.  Hybridantriebe – eine Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor – erreichten derweil einen Anteil von 41 Prozent. Während 2012 noch fast ein Drittel der Autos, die Toyota in Europa verkaufte, mit Dieselmotor ausgestattet waren, betrug deren Anteil im vergangenen Jahr nur noch knapp 15 Prozent.

Toyota ist der drittgrößte Autohersteller der Welt. Im vergangenen Jahr konnte der Konzern seinen Absatz in Europa um 14 Prozent steigern – während der gesamte Automarkt nur um 3,4 Prozent wuchs. Als großer Erfolg erwies sich der Hybrid: 2017 verbuchte Toyota einen Zuwachs um 45 Prozent beim Verkauf von Hybridmodellen.  

Mit der Entscheidung zieht Toyota auch Konsequenzen aus dem Dieselskandal. Vor 20 Jahren brachte der Autobauer mit dem Toyota Prius das erste Großserienmodell mit Hybridantrieb auf den Markt. Hybridautos sind sowohl mit einem Elektromotor wie auch mit einem Otto- oder Dieselmotor ausgestattet. Auf dem Genfer Autosalon, der am 8. März eröffnet, stellt Toyota den Auris, einen neuen Kompaktwagen, vor.  Dieser werde künftig aber nur mit Benziner- oder Hybridmotor angeboten.

Bei Nutzfahrzeugen wie dem Pick-up Hilux oder Geländewagen wie dem Land Cruiser werde es weiter auch Dieselmodelle geben.