Für junge Städterinnen und Städter ist ein eigenes Auto nicht mehr wichtig. Das geht aus einer Studie hervor, die das Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach im Auftrag der Versicherung BNP Paribas Cardif erstellt hat.

Demnach hat nur für eine Minderheit der Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner im Alter zwischen 18 und 25 Jahren das Auto eine große Bedeutung. 36 Prozent von ihnen gaben an, dass der eigene Pkw wichtig für ihre Mobilitätssituation sei. Damit unterscheiden sie sich deutlich von den jungen Erwachsenen, die auf dem Land oder in kleineren Städten leben. Bei ihnen sagte die Mehrheit – 55 Prozent –, dass sie ein Auto brauchte.

Doch egal ob Stadt oder Land – für junge Menschen hat das Auto sehr viel weniger Bedeutung als für ältere. Nimmt man die Gesamtbevölkerung, sind die Zahlen viel höher: 73 Prozent aller Deutschen gaben in der repräsentativen Befragung an, dass das eigene Auto für sie wichtig sei.

Studienleiter Stefan Bratzel sagte dazu laut Pressemitteilung: "Ein großer Teil der Generation Z hat praktisch keine emotionale Bindung zum Auto mehr." Für sie sei das Auto kein Statusobjekt, sondern allenfalls ein Gebrauchsgut.

Das zeigt sich auch bei einer weiteren Frage, die den Teilnehmenden in der Studie gestellt wurde. Sie sollten angeben, auf was sie verzichten würden, um ein neues Auto zu kaufen. 27 Prozent der jungen Menschen gaben an, sie würden dafür eine Urlaubsreise aufgeben. Vor acht Jahren waren es noch 46 Prozent. Beinahe die Mehrheit, 42 Prozent, sagte sogar, sie würde dafür auf nichts verzichten wollen. 2010 waren es nur 29 Prozent.

Für die Umfrage befragte das Center im Februar 2018 über das Portal Yougov 1.001 Deutsche.