Mini Cabrio der ersten Generation © Hersteller

Mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen keimt bei vielen Autofahrerinnen und -fahrern wieder der Wunsch nach einem Cabriolet auf. Wer sich diesen für kleines Geld erfüllen will, findet auf dem Gebrauchtmarkt eine erfreulich große Auswahl. Mini Cabriolet, Mercedes-Benz SLK, Peugeot 207 CC, Mitsubishi Colt CZC oder Mazda MX-5 bekommt man aus zweiter Hand schon für unter 5.000 Euro.

Mini Cabriolet

Als besonders lifestyliger Vertreter gilt das Mini Cabriolet. Obwohl der Stoffdach-Flitzer nur etwas über 3,60 Meter lang ist, stehen in der seit 2004 produzierten Mini-Variante vier Sitzplätze zur Verfügung – wenngleich der Fond, sieht man einmal von der Kopffreiheit ab, noch weniger Entfaltungsspielraum bietet als im bereits recht engen Standard-Mini. Immerhin Kinder können so mitfahren.

Mittlerweile ist das Mini Cabrio der ersten Generation auf dem Gebrauchtmarkt mit reichlich Kilometer auf dem Tacho für 2.000 bis 3.000 Euro zu haben. Für knapp unter 5.000 Euro finden sich auch Exemplare mit moderater Laufleistung.

Allerdings: Die Mängelliste der ersten Generation ist lang. Der TÜV-Report attestiert allen Varianten der Baureihe eine im Vergleich zum Segmentdurchschnitt deutlich höhere Anfälligkeit für Defekte. Neben Problemen beim Antrieb sind gehäuft schadhafte Lenkungen und Bremsen anzutreffen. Eine typische Mini-Krankheit sind zudem rostige Bremsleitungen. Mit Ausnahme der Heckklappen bereitet Korrosion ansonsten aber keine größeren Probleme. Im fortgeschrittenen Alter muss man außerdem gehäufter mit gebrochenen Sitzgestellen, klappernden Teilen oder defekten Benzinpumpen rechnen.

Bei den Motoren hat man ausschließlich die Wahl zwischen durstigen 1,6-Liter-Benzinern. Vor allem die Kompressor-Varianten Cooper S und JCW sind Säufer. Genügsamer ist die Basisversion One mit 66 kW (90 PS). Mit Abstand am häufigsten findet sich auf dem Gebrauchtmarkt die Version Cooper, die mit 85 KW/116 PS den besten Kompromiss aus Vernunft und Fahrspaß bietet.

Peugeot 207 CC

Peugeot 207 CC © Hersteller

Eine günstige und komfortable Alternative zum Mini Cabrio ist der ab 2007 gebaute Peugeot 207 CC. Er bietet als Besonderheit ein sich elektrisch öffnendes und schließendes Metallklappdach – in Hinblick auf die Geräuschentwicklung und den Kälteschutz ein klarer Vorteil gegenüber einem Stoffdach. Wer sich für den ganzjahrestauglichen Frischluft-Peugeot entscheidet, sollte beim Verdeck darauf achten, dass es sich sauber öffnen und schließen lässt. Wie bei allen Cabriolets empfiehlt sich außerdem eine Dichtigkeitsprüfung in der Waschstraße. Während einer Probefahrt sollte man außerdem auf mögliche Klappergeräusche des Dachs achten.

Die Fehleranfälligkeit des Peugeot 207 liegt in allen Jahrgängen über dem Durchschnitt seiner Klasse. Schon beim ersten TÜV fallen die Franzosen deutlich öfter mit erheblichen Mängeln durch die Hauptuntersuchung. Unter anderem machen sich die Bremsen unter hohem Verschleiß bereits in der ersten HU negativ bemerkbar. Bei den Motoren bietet der CC hingegen gehobenes Leistungsniveau: Schon der Basisbenziner mit 1,6 Litern Hubraum (88 kW/120 PS) reicht völlig. Wer besonders großen Wert auf kleine Verbräuche legt, kann auch einen Diesel bekommen, in vier Leistungsstufen von 66 kW (90 PS) bis 82 kW (112 PS).

Auf dem Gebrauchtmarkt findet sich der 207 CC in erfreulich großer Zahl. Preislich kann man Exemplare mit mäßiger Laufleistung schon ab rund 3.000 Euro bekommen.