Der Elektroautohersteller Tesla stoppt die Produktion seines Model 3 für vier bis fünf Tag. Das sei der Belegschaft im kalifornischen Fremont ohne Vorwarnung gesagt worden, schrieb die Nachrichtenseite BuzzFeed. Demzufolge können die Mitarbeiter entweder unbezahlt zu Hause bleiben oder Urlaubstage abbauen. Dabei liegt das Unternehmen bereits weit hinter dem eigenen Zeitplan.

Der Fertigungsstopp werde genutzt, um die Automation zu verbessern und "Flaschenhälse systematisch anzugehen", teilte ein Sprecher von Tesla mit. Eine derartige Pause sei nicht ungewöhnlich. So hatte das Unternehmen von Milliardär Elon Musk bereits Ende Februar die Fertigung gestoppt – und die Produktionsprobleme damit verschlimmert.

Musk wollte die Fertigung bereits Ende 2017 auf 5.000 Wagen pro Woche erhöhen, musste das Ziel aber auf Juni 2018 verschieben. Bislang blieb die Fertigung deutlich hinter den Erwartungen zurück, Ende März produzierte Tesla jede Woche etwa 2.000 Fahrzeuge des Model 3.

"Menschen sind unterbewertet"

Musk hatte zuvor eingeräumt, dass die Produktionsprobleme auch auf die Automatisierung zurückzuführen sind. "Menschen sind unterbewertet", sagte Musk im Interview mit dem TV-Sender CBS. Er sehe es als seinen Fehler, zu sehr auf die Technologie vertraut zu haben. So habe es im Werk ein komplexes Netzwerk an Laufbändern gegeben, das jedoch nicht funktionierte.

Tesla setzt große Hoffnungen auf das Model 3. Mit einem Preis von 35.000 US-Dollar soll es das Elektroauto von der Nische in einen breiteren Markt bringen. Mehr als 400.000 Reservierungen gingen ein, Tesla  müht sich aber seit dem offiziellen Produktionsstart im Sommer 2017, diese abzuarbeiten.