Bislang ist Uber in Deutschland nur als Vermittler von Taxis und Mietwagen mit Chauffeur in Berlin und München aktiv. Künftig will der US-Fahrdienstleister in der Hauptstadt auch Elektrofahrräder anbieten. Bislang gibt es dieses Angebot nur in San Francisco. Bis zum Ende des Sommers sollen die orangefarbenen E-Bikes des Start-ups Jump, das Uber im April übernommen hatte, in Berlin verfügbar sein. Es ist Teil der neuen Strategie von Uber-Chef Dara Khosrowshahi, verstärkt auch andere Verkehrsmittel als klassische Autos über die Plattform zu vermitteln.

Dazu sollen künftig auch Elektrofahrzeuge zählen. Einen solchen Dienst mit dem Namen UberGreen testete das Unternehmen in den vergangenen drei Monaten zunächst mit rund 30 Autos in München. Nun soll er ausgebaut werden. UberGreen gibt es in Europa unter anderem in Lissabon, Zürich, Paris und Budapest. In Berlin wird laut Khosrowshahi zunächst wie in München auch das Modell Renault Zoe zum Einsatz kommen.

Die Investitionen seien auch ein Bekenntnis zum Standort Deutschland, unter anderem weil das Land eine zentrale Rolle bei der Mobilität der Zukunft spiele, sagte Khosrowshahi. Er plant, Uber zu einer Plattform auszubauen, die über eine App verschiedenste Verkehrsmittel empfiehlt.

Khosrowshahi, der Uber seit Oktober 2017 führt, versucht den beschädigten Ruf des Unternehmens zu verbessern. In Frankreich kündigte er beispielsweise eine Kooperation mit dem Versicherer Axa an. Die Fahrer in Europa sollten in Zukunft die Möglichkeit haben, sich auf Kosten von Uber zu versichern.