Der Mobilitätsanbieter Flixmobility wirft der Deutschen Bahn in einer Klage eine Benachteiligung vor. Unter der Marke Flixtrain angebotene Verbindungen würden auf der Webseite der Bahn in der Suchfunktion nicht immer angezeigt, kritisiert das Unternehmen. "Bereits im Juli haben wir Klage eingereicht, weil Flixtrain auf bahn.de nur lückenhaft abgebildet wird", teilte Geschäftsführer André Schwämmlein mit. Zuvor hatte das Manager Magazin darüber berichtet.

Das Münchner Unternehmen Flixmobility ist mit Flixbus Deutschlands größter Fernbusanbieter, vermarktet aber auch Zugtickets auf den Strecken Stuttgart–Berlin und Köln–Hamburg. Die Züge sind im Schienenfernverkehr die einzige Konkurrenz für die Bahn.

Bei der Suche nach der schnellsten Verbindung werde ihr Angebot mitunter nicht gelistet, kritisierte ein Sprecher von Flixmobility. Mitunter habe auf der Seite bisher auch gestanden, dass Sparpreise nicht verfügbar seien. Das Unternehmen sieht darin unlauteren Wettbewerb und will beim Landgericht Hamburg dagegen vorgehen.

Bahn will Klage prüfen

Die Bahn wies den Vorwurf zurück. Die Klage sei eingegangen und werde nun geprüft, sagte eine Bahnsprecherin. "Abgesehen davon sind wir zu diesem Thema jedoch mit Flixtrain im Gespräch und haben bereits einige Punkte im Sinne von Flixtrain verändert."

Flixtrain verkauft seine Tickets über eine eigene Buchungsplattform, nicht über die Seite der Bahn. Schwämmlein sagte dem Manager Magazin aber, bahn.de sei "die zentrale Auskunftsplattform für Kunden und gesetzlich dazu verpflichtet, alle Reiseoptionen auf der Schiene aufzuzeigen". Im Nahverkehr funktioniere das auch.