In diesen Sommerferien hat die Bahn einem Medienbericht zufolge einen besonders großen Andrang von Passagieren zu bewältigen. Wie der Spiegel berichtet, fahren seit diesem Sommer im Schnitt täglich 30.000 Menschen mehr Bahn.

Bereits in der ersten Jahreshälfte habe die Bahn im Fernverkehr mit 395.000 Fahrgästen pro Tag einen Rekord verzeichnet. Da die Bahn nur begrenzt zusätzliche ICEs und ICs einsetzen könne, seien die Züge oft sehr voll.

Hinzu kämen in der Sommerzeit noch bis zu 800 Baustellen täglich, wodurch sich die Fahrzeit etwa wegen Umleitungen verlängere. Damit stehe ein Zug dann nicht mehr rechtzeitig für eine Rückfahrt bereit, sodass Reservezüge eingesetzt werden müssten. Sonst gerate der Fahrplan außer Kontrolle, wie ein Bahnsprecher dem Blatt sagte. Doch Reservewagen seien "bei dem kaputt gesparten Unternehmen generell knapp", so das Magazin. Daher rolle derzeit alles über die Schiene, "was bei der Bahn irgendwie einsatzbereit ist". Künftig wolle die Bahn an ihre ICEs einen weiteren Wagen anhängen.

Die Situation werde sich erst entspannen, wenn alle ICEs der neuesten Generation ausgeliefert sind, heißt es im Spiegel weiter. Da aber die Verträge mit dem Hersteller Siemens noch nicht unterschrieben seien, werde das auch in den Sommerferien im kommenden Jahr noch nicht der Fall sein.