Im Kampf gegen den Klimawandel hat das Europaparlament eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Neuwagen bis 2030 um 40 Prozent gefordert. Damit strebt das Parlament weit höhere Ziele an als die EU-Kommission, die eine Senkung um 30 Prozent vorgeschlagen hatte. Ehrgeizigere Forderungen der Grünen und des Umweltausschusses fanden keine Mehrheit.

"Das ist ein Erfolg auf ganzer Linie", sagte der verkehrspolitische Sprecher der Sozialdemokraten im EU-Parlament, Ismail Ertug. Damit könne das Klima geschützt werden, gleichzeitig könnten aber auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Europa behalten werden. Bevor neue Vorgaben verbindlich eingeführt werden können, muss sich das EU-Parlament mit den Mitgliedstaaten einigen.

Die Grenzwerte sollen dabei helfen, mehr Autos mit alternativen Antrieben auf die Straßen zu bringen, die gar kein oder nur sehr wenig Kohlendioxid ausstoßen. Es geht um einen europäischen Durchschnittswert, den die Autohersteller bei ihren verkauften Fahrzeugen gemeinsam einhalten müssen. Für jeden Hersteller wird dabei ein eigener Zielwert festgelegt – abhängig von der Größe der Autos in ihrer Fahrzeugflotte. Bis 2021 gilt ein Zielwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer – der EU-Durchschnittswert liegt derzeit bei 118,5 Gramm.

Zudem forderten die Abgeordneten, dass Autokonzerne bis 2030 mindestens 35 Prozent der Autos mit geringem oder keinem CO2-Ausstoß verkaufen.