Die Deutschen sind im vergangenen Sommer so viel geflogen wie nie zuvor. Laut Statistischem Bundesamt brachen im Sommerflugplan von April bis Oktober 80,5 Millionen Fluggäste von den deutschen Hauptverkehrsflughäfen auf. Das waren 2,4 Millionen oder 3 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie die Behörde berichtete.

Mehr Passagiere wurden vor allem zu den touristischen Zielen in Nordafrika und der Türkei gezählt, wo die politischen Krisen der Vorjahre etwas in den Hintergrund getreten sind. So verzeichnete Tunesien einen Zuwachs von 49,6 Prozent und Ägypten legte 38,3 Prozent zu. Die Zahl der Passagiere in die Türkei wuchs um 20,1 Prozent und der Nachbar Griechenland legte ebenfalls mit 15 Prozent deutlich zu.

Die meisten Fluggäste wollten nach Spanien (knapp 10,5 Millionen), das entspricht einem geringen Zuwachs von 1,8 Prozent. Auf die Kanarischen Inseln wollten sogar 1,7 Prozent weniger Passagiere als im Jahr zuvor. Weitere Verlierer waren die USA (-6,7 Prozent) und die karibischen Inseln (-12,6 Prozent) sowie der innerdeutsche Flugverkehr, der 2,3 Prozent zurückging. Hier spiegelt sich die Pleite der Air Berlin wider, die zum Beginn des Jahres 2018 noch zu einem ausgedünnten innerdeutschen Flugplan geführt hatte.