Verdi - »Es ist das Ziel, eine Lösung zu erarbeiten« Das Sicherheitspersonal der Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld streikt. Gewerkschaftssprecher Andreas Splanemann hofft, dass die Arbeitgeber die Signale verstehen. © Foto: Fabrizio Bensch/Reuters

An den Berliner Flughäfen hat ein mehrstündiger Warnstreik des Sicherheitspersonals zu Flugausfällen geführt. Der Ausstand dauerte von 5 Uhr bis kurz vor 9 Uhr. In Tegel und Schönefeld seien rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Streik getreten, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di. In Schönefeld seien alle Abfertigungen geschlossen gewesen. "Der Warnstreik war gut organisiert, und wir sind zufrieden mit dem Ablauf."

Ein Sprecher der Berliner Flughäfen beschrieb die Lage als "relativ entspannt". Betroffene Passagiere seien von den Airlines im Vorfeld gut informiert worden. An beiden Flughäfen sind insgesamt 50 Flüge ausgefallen, 25 weitere seien in Schönefeld auf die Zeit nach dem Streik verschoben worden, sagte ein Flughafensprecher. Ab 10 Uhr sollte der Betrieb wieder normal weiterlaufen. Einschränkungen im weiteren Tagesverlauf seien aber nicht auszuschließen.

Grund der Arbeitsniederlegung sind die bislang ergebnislos verlaufenen Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen für die bundesweit 23.000 Beschäftigten der Flugsicherheit. Regionale Tarifverträge schreiben einen Stundenlohn von 17,12 Euro vor, die Gewerkschaft fordert 20 Euro. Am 23. Januar beginnt die nächste Verhandlungsrunde.

Ver.di sprach von dem Warnstreik als einem Warnsignal an die Arbeitgeber, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. "Wenn das bis zur nächsten Runde nicht geschieht, sind weitere Streiks nicht auszuschließen", sagte ein Gewerkschaftssprecher.