Auf deutschen Straßen sollen elektrische Roller und Skateboards nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erlaubt werden. "Wir wollen neue Wege moderner, umweltfreundlicher und sauberer Mobilität in unseren Städten. E-Scooter und Hoverboards haben entsprechend ein enormes Zukunftspotenzial", teilte das Verkehrsministerium ZEIT ONLINE mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Magazins Der Spiegel.

Demnach hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eine Freigabe für kleine Roller und Skateboards mit Elektromotoren autorisiert. Die Verordnung solle im Frühjahr an den Bundesrat weitergeleitet werden. E-Scooter und Skateboards sollen demzufolge auf Radwegen oder der Straße erlaubt werden und die Höchstgeschwindigkeit 20 Kilometer pro Stunde betragen. Weder für E-Scooter noch für Elektroboards ist laut Bundesverkehrsministerium eine Helmpflicht oder der Nachweis einer Mofa-Prüfbescheinigung vorgesehen. Allerdings bestehe eine Versicherungspflicht.

Im US-Bundesstaat Kalifornien zum Beispiel sind die E-Scooter bereits zugelassen. Deutschland gilt als der wichtigste Markt für E-Scooter in der EU, weil es viele gut ausgebaute Fahrradwege gibt. Mehrere Start-ups wollen Elektrotretroller in deutschen Städten anbieten. Bislang war das an der fehlenden Verordnung gescheitert.

Verzögert hatte sich die Verordnung laut Spiegel, weil Fachbeamte im Verkehrsministerium Bedenken vor der Zulassung von Elektroboards hatten. Diese sind weder mit einer Lenkstange noch mit Bremsen ausgestattet. Über diese Einwände habe sich Scheuer hinweggesetzt, "weil er die Mikromobilität mit Rollern und Boards für moderne Verkehrskonzepte in Innenstädten für notwendig hält". Allerdings enthalte die Verordnung einen Abschnitt, der die Erlaubnis der Boards als Verkehrsversuch bezeichnet. Dieser könne schnell widerrufen werden, sollte es viele Unfälle geben.