Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will Elektroautos stärker fördern. Die staatliche Prämie für den Kauf soll verlängert und deutlich erhöht werden, besonders für günstigere Elektrofahrzeuge, teilte das Ministerium mit. Zuvor hatte der Spiegel darüber berichtet. Scheuer wolle die Pläne kommende Woche im Klimakabinett der Bundesregierung vorstellen. Mit der zusätzlichen Förderung soll die immer noch schwache Nachfrage nach E-Autos gestärkt werden.

Der Mitte 2016 eingeführte Umweltbonus soll nach Angaben des Ministeriums bis 2020 verlängert werden. In einem nächsten Schritt soll der Bundesanteil bei der Prämie erhöht werden. Konkret geht es bei reinen Batterie-Elektroautos um eine Verdopplung von bisher 2.000 auf 4.000 Euro bei einem Listenpreis bis zu 30.000. Bei teureren Wagen soll es 2.500 Euro geben. Der Bundesanteil soll auch für Taxen und leichte Nutzfahrzeuge verdoppelt werden – bei Taxen etwa ist eine Prämie von 8.000 Euro geplant.

Unklar ist laut Spiegel, ob auch die Autoindustrie ihren Anteil am Umweltbonus erhöhen würde. Derzeit legt sie zu dem Förderbetrag des Staates die gleiche Summe dazu. Die Förderung war bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben, sodass noch bereits eingeplante Finanzmittel zur Verfügung stehen.

Dem Bericht zufolge hat Scheuer Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf seiner Seite. Auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte demnach zunächst zugestimmt, die alten Prämien bis 2020 zu verlängern und signalisiert, dass er danach eine ambitioniertere Regelung für sinnvoll erachte.

Das Klimakabinett mit den zuständigen Ministerien trifft sich am Mittwoch zu seiner nächsten Sitzung. Bis dahin sollen die Ressorts Vorschläge liefern, wie die Klimaziele 2030 erreicht werden sollen. Es geht vor allem um die Bereiche Verkehr, Landwirtschaft und Gebäude. Das Gremium war im April erstmals zusammengekommen.