Die Bundesregierung will die Kaufprämie für Elektroautos bis Ende 2020 verlängern. Das kündigte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) an. Der Zeitung Die Welt sagte er, dass die Umweltprämie sich bewährt habe. Die Anzahl der Anträge steige stetig an, "zwar langsamer, als wir das erhofft haben, aber umso wichtiger ist es, Kontinuität bei der Förderung zu gewährleisten".

Anders als von Teilen der Bundesregierung gefordert wird die Subvention allerdings nicht erhöht. Damit bleibt der Bonus für Autos mit rein elektrischem Antrieb bei 4.000 Euro, Hybride werden weiterhin mit 3.000 Euro bezuschusst. Auch die insgesamt für die Förderung zur Verfügung stehenden Mittel würden nicht aufgestockt, sagte Altmaier der Zeitung. Jedoch solle zusätzlich der Einbau von akustischen Warnsignalen gefördert werden, die ab 1. Juli in der EU vorgeschrieben sind.

Der sogenannte Umweltbonus war vor drei Jahren eingeführt worden, hat die Erwartungen bisher aber nicht erfüllt. Laut Angaben der Welt sind beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bisher rund 118.000 Anträge eingegangen. Die Fördersumme summiere sich damit auf etwas mehr als 400 Millionen Euro. Im Topf liegen insgesamt 1,2 Milliarden Euro, je zur Hälfte finanziert vom Bund und der Autoindustrie.

Kaufprämie wäre im Juni ausgelaufen

Die offiziell Umweltbonus genannte staatliche Subventionierung wird nur dann gewährt, wenn die Automobilhersteller mindestens in gleicher Höhe Boni zuschießen. Nur Neufahrzeuge mit einem Netto-Listenpreis unter 60.000 Euro sind förderfähig. Ende Juni wäre die Kaufprämie ausgelaufen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte vergangene Woche die Verlängerung des Umweltbonus vorgeschlagen. Sein Ministerium hatte mitgeteilt, dass über die nun eingetretene Verlängerung auch eine Erhöhung der Prämie geplant sei. Insbesondere günstige Elektrofahrzeuge sollen stärker gefördert werden.