Besitzer eines Faltbootes kennen sicherlich das Problem: Um den Sack mit dem Bootsgestänge in den Kombi zu bekommen, muss man die Rücksitzbank anteilig umklappen. Prompt wird es eng für die Kinder hinten im Auto. Darf ich dieses Gestänge-Paket stattdessen mit Spanngurten hinten auf den Fahrradträger schnallen?, fragt ZEIT-ONLINE-Leser Martin Schiewek aus Halle/Saale.

Gerade wenn eine Urlaubsreise oder ein Wochenendausflug ansteht, fragen sich viele: Wohin mit dem sperrigen Gepäck? Grundsätzlich dürfen mit einem Fahrradträger am Auto auch andere Dinge transportiert werden. Wichtig ist es dabei allerdings, einige Regeln zu beachten.

"Nach der Straßenverkehrsordnung darf die Ladung nicht breiter als 2,55 Meter und höher als vier Meter sein", sagt Christian Janeczek, Fachanwalt für Verkehrsrecht aus Dresden. Nachzulesen ist das in Paragraf 22, Absatz 2 der StVO. Außerdem verweist Janeczek noch auf den ersten Absatz des Paragrafen: "Egal was mit dem Fahrradträger transportiert wird: Die Ladung und die Geräte, die die Ladung sichern sollen, müssen gut verstaut und befestigt sein", sagte der Anwalt. "Denn sie dürfen bei einer Vollbremsung oder einem plötzlichen Ausweichmanöver weder verrutschen noch umfallen, nicht hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen."

Außerdem muss man beim Beladen darauf achten, die maximale Stützlast nicht zu überschreiten. Die liegt bei den meisten Autos zwischen 50 und 100 Kilogramm. Wer unsicher ist, kann das in der Bedienungsanleitung nachlesen. "Beträgt die Stützlast beispielsweise 75 Kilogramm, darf der Fahrradträger, der auf der Anhängekupplung montiert ist, zusammen mit der Ladung nicht mehr als 75 Kilogramm wiegen", sagt Janeczek. Das Faltboot darf also mit – wenn es nicht zu groß oder zu schwer ist.