Im vergangenen Jahr sind bei Verkehrsunfällen in Deutschland insgesamt 3.275 Menschen getötet worden. Das waren 95 Tote oder drei Prozent mehr als im Jahr 2017, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der Verletzten stieg demnach um 5.706 oder 1,5 Prozent auf 396.000 Menschen.

Schwerpunkt von tödlichen Unfällen waren demnach erneut Landstraßen. Mit 69 Prozent ereigneten sich zwar die meisten Unfälle innerhalb von Ortschaften, dort seien aber nur 30 Prozent der tödlichen Unfälle registriert worden. Auf Landstraßen hingegen gab es im Vergleich zwar nur 24,3 Prozent der Unfälle, auf diese entfielen aber 57 Prozent der tödlichen Unglücke. Auf Autobahnen wurden demnach 6,7 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden und 12,9 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle registriert.

Auch bei der Art der Verkehrsteilnehmer gibt es große Unterschiede. So ist die Zahl der getöteten Autoinsassen deutlich um 22,6 Prozent gesunken. Und auch bei Fußgängerinnen und Fußgängern und Motorradfahrern gab es leichte Rückgänge von 3,8 beziehungsweise 1,7 Prozent. Bei Fahrradfahrern stieg die Zahl der Verkehrstoten dagegen um 16,8 Prozent an.

Kritik vom Fahrradklub

Der Fahrradklub ADFC kritisierte mit Blick auf die Zahlen "fahrradfeindlich gestaltete Kreuzungen und Einmündungen" und forderte mehr Investitionen in die Infrastruktur. Es sei zudem zu befürchten, dass sich durch die Zulassung von E-Scootern die Situation verschlimmern werde.

Das Verkehrsministerium will durch den schon lange geforderten grünen Pfeil für mehr Sicherheit sorgen. Die kleinen Zusatzschilder, die an bestimmten Kreuzungen ein vorsichtiges Rechtsabbiegen an roten Ampeln zulassen, sollen künftig auch für Radlerinnen auf dem Radweg gelten. Zudem soll es einen extra Grünpfeil allein für Radfahrer geben sowie ein generelles Halteverbot auf Radwegen.