Direkt an der Autobahnraststätte zu tanken, ist praktisch, aber teuer. Eine Erhebung des ADAC zeigt nun, wie viel mehr Benzin und Diesel dort kosten: Ein Liter Super E10 kostet demnach an Autobahntankstellen durchschnittlich 21,4 Cent mehr als an einer Zapfsäule abseits der Autobahn. Diesel ist 23,8 Cent teurer. Pro Tankfüllung könne das mehr als zehn Euro ausmachen.

Für Autofahrer lohnt es sich laut ADAC bereits, wenn sie zum Tanken nur wenige 100 Meter von der Autobahn abfahren. Tankstellen, die sich im Umkreis der Auf- und Abfahrten befänden, nähmen im Schnitt nur noch rund zwei Cent mehr als die Tankstationen, die gänzlich abseits der Schnellstraßen liegen.

Was macht das Benzin dort teurer?

Als Gründe für die höheren Preise nennt Tank & Rast "die strukturellen Rahmenbedingungen von Verkehrsknoten" wie Raststätten auf der Autobahn. Das Unternehmen hat im Zuge der Privatisierung vor mehr als 20 Jahren fast alle Konzessionen für den Betrieb der Raststätten entlang der Autobahnen erhalten. Betrieben werden sie in der Regel von Franchise-Partnern. Zu diesen besonderen Rahmenbedingungen zählt etwa, dass Autobahntankstellen in der Regel 365 Tage und rund um die Uhr geöffnet sein müssten.

Tankstellen jenseits der Autobahn dürfen dagegen schließen, wenn wenig los ist, etwa nachts. Und das spart Kosten. Ein Preisvergleich beider Geschäftskonzepte sei daher nicht aussagekräftig, kritisiert Tank & Rast und verweist zudem auf die Mineralölkonzerne – denn diese allein legten die Preise für den Kraftstoff fest.

Die wiederum sehen die Verantwortung bei Tank & Rast: Das Unternehmen versteigere seine Konzessionen schließlich an den Höchstbietenden – was in den vergangenen Jahren "zu einer deutlich höheren finanziellen Grundlast für die Mineralölgesellschaften geführt" habe, erklärt der Mineralölwirtschaftsverband (MWV). "Der Preisabstand zu Straßentankstellen hat sich durch die Versteigerungen somit vergrößert."