Dieser Artikel ist Teil des ZEIT-ONLINE-Schwerpunktes "Wenn möglich, bitte wenden" zu Mobilität aus unserem Ressort X. Eine Auswahl weiterer Schwerpunkte finden Sie hier.

Wenn es um den Verkehr geht, ist im Moment alles groß. Die Probleme. Die vermeintlichen Lösungen. Und vor allem die gesellschaftlichen Debatten: SUV-Verbote, autofreie Innenstädte, E-Scooter. Selten wurde in Deutschland so viel über eine Verkehrswende gestritten wie heute. Und so grundsätzlich.

Was aber würde passieren, wenn man die Diskussion über die Verkehrswende erst mal im Kleinen beginnen würde? In Haslach im Schwarzwald, einem Ort mit 7.000 Einwohnerinnen und Einwohnern? In Würzburg in Bayern, am Flughafen Frankfurt oder in einem Berliner Wohnviertel? Was, wenn man die Menschen dort fragen würde: Wie bewegt ihr euch jeden Tag, wo klemmt es, und was braucht ihr, um schneller voranzukommen?

Für unseren Schwerpunkt Wenn möglich, bitte wenden haben wir eine Pendlerin, einen Berater, einen älteren Mann, der auf dem Land wohnt, eine berufstätige Mutter und eine Studentin gebeten, eine Woche lang ihre Bewegungen mithilfe einer App aufzuzeichnen. Anschließend hat ZEIT ONLINE die Daten dieser sieben Tage ausgewertet und die einzelnen Routen visualisiert.

Dann haben wir alle fünf befragt: Was hat geklappt? Was nicht? Und: Was müsste sich ändern, damit es besser wird? Um die Privatsphäre der Teilnehmenden zu schützen, haben wir ihre genauen Wohnorte unkenntlich gemacht. Wir nennen ihre Arbeitgeber nicht und geben nur ihre Vornamen an. Interessiert haben uns die Muster der Bewegungen und die Unterschiedlichkeit der Wege im Alltag. Und vielleicht noch die Frage: Gibt es wirklich die Verkehrswende für alle?

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ZEIT ONLINE: Auf der Karte sieht es so aus, als wären Sie innerhalb Berlins fast immer dieselbe Strecke gefahren. Waren Sie sich dessen bewusst?

Aline: Dass meine Route irgendwie eintönig aussieht, hat mich eher überrascht. Aber so ist das vielleicht als berufstätige Mutter: Wenn ich auf meinen Sohn aufpasse – und nicht sein Vater – setze ich den Kleinen in den Kindersitz aufs Rad, dann geht's zur Kita, und dann in den Westen Berlins, zu dem Verlagfür den ich arbeite. Und abends wieder zur Kita und zurück in den Osten, nach Treptow, wo wir wohnen

ZEIT ONLINE: Einmal waren Sie aber auch woanders, im Osten. 

Aline: Das war am Wochenende, da war ich in Brandenburg. Wir haben dort zu acht einen alten Hof gekauft. Das ist die einzige Strecke, die ich mit dem Auto fahre, dafür brauche ich es noch. Sonst nehme ich schon für kürzeste Strecken das Rad.

ZEIT ONLINE: Wegen der Umwelt?

Aline: Weil ich mit dem Rad genauso schnell bin. Ich verstehe nicht, wie man innerhalb der Stadt Auto fahren kann. Du gefährdest dich, du gefährdest andere.

ZEIT ONLINE: Und was ist mit der U-Bahn?

Aline: Öffentliche Verkehrsmittel stressen mich. Das Gefühl, mit Kind in der U-Bahn zu sein, ist schrecklich. Wenn es da stickig ist und der Wagen voll und mein Sohn anfängt zu weinen, dann dauert es nicht lange, und alle gucken. Mir ist es außerdem wichtig, mich zu bewegen, und mit dem Rad kann ich mein eigenes Tempo wählen. Wenn ich abends zum Sport fahre oder Freunde treffe, will ich unabhängig sein und mich nicht nach Fahrplänen richten müssen.

ZEIT ONLINE: Was ist für Sie das Schlimmste am Berliner Verkehr?

Aline: Das Schlimmste sind Autos, die in zweiter Reihe parken. Aber auch Leute, die ihre Autotüren aufreißen und nicht gucken. Oder SUV, die nicht richtig mitbekommen, was hinter ihnen passiert. Es gibt immer noch Autofahrer, die Radfahrer schlicht nicht gewohnt sind. 

88.850 Fahrradfahrer sind 2018 in Deutschland verunglückt.

ZEIT ONLINE: Wie sollte es 2039 auf den Straßen aussehen?

Aline: Meinetwegen braucht es keine neuen Verkehrsmittel. Gesicherte Radwege und Fahrradstraßen würden mir schon reichen. Ich hoffe einfach, dass Städte in zwanzig Jahren keine Parkplätze mehr sind und Innenstädte autofrei. Mein Traum ist ja, dass nur noch alte Menschen – und Menschen, die sich nur eingeschränkt bewegen können – Nutzungserlaubnisse für Hybride und Elektroautos bekommen. Und dass ausschließlich sie in Städten fahren dürfen. 


ZEIT ONLINE: Ihre Route sieht etwas traurig aus. Eigentlich geht es nur hoch und runter.

Rebecca: Was soll ich machen? Das nennt man Pendeln, von A nach B. Ich fahre zur Arbeit nach Offenburg und zurück nach Hause. Eine Strecke dauert eine halbe Stunde, wenn es gut läuft.

ZEIT ONLINE: Und finden Sie das furchtbar?

Rebecca: Wenn ich zu unchristlichen Zeiten im Stau stehe: Ja. Ich verlasse um sechs Uhr morgens das Haus, um den größten Stau zu vermeiden. Kurz vor der Ausfahrt nach Offenburg stehe ich dann doch oft. Das kostet mich jedes Mal dreißig Minuten. Abends, wenn ich im Feierabendverkehr stecke, mitunter fast eine Stunde.

ZEIT ONLINE: Einmal sind Sie in die andere Himmelsrichtung gefahren, nach Emmendingen. Sind Sie da wieder ins Auto gestiegen?

Rebeccca: Ja, das war ein Besuch bei meinen Schwiegereltern. Nach Emmendingen musst du mit dem Auto fahren. Da kannst du lange auf den Bus warten, es sei denn, du nimmst einen Riesenumweg über Freiburg in Kauf. Im Schwarzwald ist es generell schwierig mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Freundin kam sogar zu meiner Hochzeit zu spät, weil sie mit den Öffis aus Freiburg anreisen musste.

ZEIT ONLINE: Was sollte sich ändern, damit Sie schneller an Ihr Ziel kommen? 

Rebecca: Eigentlich nur eine Kleinigkeit: Meine Arbeit im Gewerbegebiet in Offenburg müsste besser an den Bahnhof angebunden sein. Dann wäre es kein Problem, morgens mit dem Zug zur Arbeit zu fahren. Im Moment müsste ich vom Bahnhof eine halbe Stunde laufen, das dauert mir zu lang. Und E-Scooter oder E-Roller gibt es in Offenburg nicht. Es gibt nicht einmal Leihräder.

ZEIT ONLINE: Dann haben Sie sicher eine Botschaft an Verkehrsminister Scheuer? 

Rebecca: Ja. Es braucht Lösungen, damit man auch in kleineren Städten schneller vorankommt, nicht nur in Großstädten. Ich will aber auch nicht den Moralapostel spielen: Pendeln ist zwar anstrengend, aber ich liebe mein Auto. Mit dem Auto kann ich los, wann ich will. Selbst wenn ich abends schnell nur noch was einkaufen will.

ca. 120 Stunden stand ein Autofahrer in Deutschland 2018 im Durchschnitt im Stau. Das sind fünf Tage.

ZEIT ONLINE: Könnten Sie denn ohne Auto?

Rebecca: Schwer. Aber mein Mann plant, als nächsten Dienstwagen einen Hybrid anzuschaffen. Der kann fast neunzig Kilometer mit Elektroantrieb fahren. Dann verpesten wir den schönen Schwarzwald nicht mehr.

ZEIT ONLINE: Finden Sie eigentlich, Sie sind zu viel unterwegs?

Rebecca: In Anbetracht dessen, dass ich früher in Berlin gelebt habe, sind die Strecken hier luxuriös kurz. Aber das Zeitempfinden fürs Unterwegssein ist hier anders: Meine Schwarzwälder Freunde finden es völlig verrückt, wenn ich sie abends noch besuchen will. Die fragen dann: Du willst jetzt noch 15 Minuten über den Berg rüberfahren?

ZEIT ONLINE: Sie haben in Ihrer Woche zwei Striche zurückgelegt, zwischen Frankfurt und Berlin. Geschäftsreise?

Achim: Ja, das ist meine Standardroute. Ich lebe in Berlin und fliege mindestens einmal pro Woche nach Frankfurt, um dann nach Ingelheim weiterzufahren. Dort beraten wir einen Kunden und geben Workshops, sehr face-to-face, wie wir Berater sagen würden.

ZEIT ONLINE: Irgendwelche Hindernisse?

Achim: Nur first world problems. Normalerweise nehme ich ab Frankfurt die Bahn. In dieser Woche habe ich einen Mietwagen genommen, weil ich schneller ankommen wollte. Aber dann musste ich eine halbe Stunde am Mietwagenschalter warten und habe überhaupt keine Zeit gespart.

ZEIT ONLINE: Dann waren Sie nach Ingelheim wahrscheinlich genauso lang unterwegs wie zwischen Frankfurt und Berlin?

Achim: Ja, ich bin normalerweise fast so lange in der Regionalbahn, wie der Flug dauert. Ich fliege meistens fünfzig Minuten und bin in zehn Minuten aus dem Flughafen raus. Die Regio fährt einmal pro Stunde und braucht 35 Minuten vom Flughafen nach Ingelheim. Oft muss ich aber die S-Bahn nach Mainz nehmen und dort umsteigen, dann bin ich 50 Minuten unterwegs.

ZEIT ONLINE: Wie finden Sie es, jede Woche zu fliegen?

Achim: Es ist das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Fliegen selbst finde ich okay, aber am Flughafen sein? 

ZEIT ONLINE: Was ist das Problem mit Flughäfen?

Achim: Die anderen Menschen sind es! An Flughäfen steht man in Schlangen und kriegt Taschen in den Rücken gerammt. Es ist für viele Leute unmöglich, Abstand zu halten. Hinzu kommt, dass unter der Woche viele Leute an Flughäfen sind, die so einen Beraterjob haben wie ich. Eigentlich verachte ich so einen Lebensstil ja, und an Flughäfen werde ich darauf hingewiesen, dass ich den gleichen Scheiß mache. Ich gucke diese Typen, diese Lauchs, dann an und frage mich, ob ich genauso bin. Die Antwort ist: Ja. 

ZEIT ONLINE: Sie halten es nicht aus, an Flughäfen gespiegelt zu werden?

Achim: Genau. Und das Mobilitätsverhalten, dem ich mich gerade für meine Arbeit hingebe, ist auch der Grund, warum ich diesen Job nicht ewig machen werde. Es ist ein Grund für meine Unzufriedenheit.

ca. 2.300.000 Passagiere flogen 2018 die Strecke zwischen Frankfurt und Berlin und andersherum.

ZEIT ONLINE: Schämen Sie sich wegen der vielen Inlandsflüge und dem CO2, das sie ausstoßen?

Achim: Flugscham habe ich nicht. Eher Lifestylescham. 

ZEIT ONLINE: Wo waren Sie beruflich denn überall?

Achim: In Hongkong, Shanghai und New York. Ansonsten viel in Europa, Österreich, Schweiz, London, Paris, Moskau, Stockholm. 

ZEIT ONLINE: Und was würde Ihnen das Reisen erleichtern?

Achim: Wenn es eine Zugverbindung von Berlin nach Frankfurt gäbe, die nicht länger als drei Stunden dauerte. Überhaupt: Wenn jede Zugverbindung unter drei Stunden möglich wäre. Ich kann im Zug gut arbeiten, aber wenn die Fahrten endlos sind, wann sieht man dann seine Familie? In Frankreich und Japan haben sie es auch geschafft, Mobilitätsnetze auszubauen, die funktionieren. Oder in China – wenn man da einmal mit der Bahn unterwegs war, fasst man sich an den Kopf, mit was wir uns in Deutschland zufrieden geben. Deutschland ist da dreißig Jahre hinterher.

ZEIT ONLINE: Sie sind in der Woche, die Sie vermessen haben, einen größeren Bogen gefahren. Ist das Ihre gängige Schwarzwaldtour?

Rudolf: Eher die Ausnahme. In dieser Woche habe ich in der Klinik in Oberkirch gearbeitet, das mache ich nur alle neun Wochen. Ich mache dort die Geburten und Visiten, und zwischendurch gehe ich Mittagessen. Abends schlafe ich im Hotel, weil ich sechzig Stunden Rufbereitschaft habe. Nach Hause würde es zu lange dauern.

ZEIT ONLINE: Gibt es keinen direkteren Weg? Der Bogen, den Sie fahren, sieht umständlich aus.

Rudolf: Die Strecke ist weit, das sind achtzig Kilometer. Den Bogen fahre ich nur, weil ich den direkteren Weg über Bad Peterstal-Griesbach gerade nicht nehmen kann. Da ist wieder eine Baustelle, an die ich eine halbe Stunde verliere.

ZEIT ONLINE: Sie sind Baustellenhasser?

Rudolf: Baustellen sind schon ätzend, aber noch ätzender ist es, wenn man nichts von ihnen weiß! Eine nervt mich besonders: die zwischen unserem Haus und meiner Praxis. Die gab es vor 25 Jahren schon mal und jetzt wieder – drei Monate lang. Sie zwingt mich täglich, meinen Mittagsschlaf zu verkürzen. Gerade bauen sie da eine Brücke an einer Kurve. "Lamakurve" nennen die meine Frau und ich, weil Bekannte dort einen Hof mit Lamas und Alpakas haben.

ZEIT ONLINE: Es bleibt Ihnen wohl nichts anderes übrig, als die Baustellen hinzunehmen. Mit den Öffentlichen ist es schwierig im Schwarzwald, hört man.

Rudolf: Mit den Öffis ist’s schlecht, weil Zeit Geld ist. Mit dem Bus würde ich es mittags gar nicht nach Hause schaffen, da gäbe es kein Mittagessen daheim. Mit dem Rad ist es auch schwierig: Unser Wohnort liegt auf 800 Metern Höhe. Und Schramberg, wo meine Praxis ist, auf 450. Auch wenn es bei Geburten schnell gehen muss und ich die Frau im Nachbarort quasi schon schreien höre, nehme ich gern das Auto und warte nicht auf den Bus.

ZEIT ONLINE: Was für ein Auto fahren Sie?

Rudolf: Einen SUV. Und ja, ich verfolge die Diskussionen über ein Verbot von Autos. Ich glaube nur nicht, dass sich die Infrastruktur auf dem Land so ausbauen lässt, dass man auf das Auto verzichten kann. Und für die Batterien eines E-Autos brauchst du Lithium – wie wird das abgebaut? Plus: Es gibt zu wenige Aufladestationen, erst recht bei uns im Schwarzwald. Als Arzt hätte ich Angst, dass ich da liegen bleibe.

933.504 SUVs und Geländewagen wurden 2018 in Deutschland neu zugelassen.

ZEIT ONLINE: Viele verachten SUV-Fahrer. Sie mögen Ihren trotzdem?

Rudolf: Ja, schon. Wir haben den Wagen gekauft, als das erste Enkelkind auf die Welt kam, weil wir in den Kofferraum auch den Kinderwagen richtig reinkriegen. Außerdem hatte ich in den vergangenen 40 Jahren viele Bandscheibenvorfälle und Rückenoperationen. Da sitze ich gern aufrecht und hoch.

ZEIT ONLINE: Sie bewegen sich fast krakenartig durch Würzburg, am häufigsten in den Norden der Stadt, zur Uni. Frustriert Sie das?

Eva: Nein, gar nicht. Ich mag den Weg Richtung Uni, besonders zu Fuß. Ich bin gern draußen und habe auch eine Weile versucht, meine 10.000 Schritte am Tag zusammenzukriegen. Das habe ich mittlerweile aufgegeben, aber ich gehe immer noch viel, mit meinem Hund und ohne.

ZEIT ONLINE: Haben es Fußgänger in Würzburg leicht?

Eva: Nein, schon in der Nähe meiner Wohnung gibt es einen Zebrastreifen, der mich aufregt. Jeder Autofahrer übersieht den! Ich hab sogar überlegt, deswegen an die Stadt zu schreiben. Man bräuchte dort Bodenwellen oder einen anderen Hinweis. 

ZEIT ONLINE: Oder man verbietet Autos in Innenstädten gleich ganz. Wären Sie dafür?

Eva: Nee. Ich laufe zwar, bin auch Kampfradlerin und muss in Würzburg auf Pseudoradwegen fahren. Und trotzdem bin ich selbst auf mein Auto angewiesen. Ich arbeite zwanzig Stunden die Woche mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Arnstein. Da komme ich ohne Auto nicht hin.

ZEIT ONLINE: Was müsste denn passieren, damit Sie in Würzburg schneller vorankommen?

Eva: Das Straßenbahnnetz könnte bis in den Norden der Stadt ausgebaut werden. Und die Fahrradwege müssten sicherer sein.

ca. 109 Minuten waren Studierende 2017 täglich im deutschen Straßenverkehr unterwegs – länger als alle anderen Gesellschaftsgruppen.

ZEIT ONLINE: Und damit wäre vieles schon gelöst?

Eva: Nein, nicht das Grundproblem. So ökologisch Menschen sich auch fortbewegen wollen: Es wird sich doch nicht ändern, dass sie irgendwohin wollen, so schnell es geht und auf möglichst angenehme Art. Und dass sie deshalb genervt von Stau und Zugverspätungen sind und andauernd in Flugzeuge steigen. Das Hauptproblem unserer Mobilität sind ja wir. Das sehe ich auch an mir selbst: Ich finde es schön, dass Laufen und Radfahren die Umwelt schont. Aber deshalb entscheide ich mich nicht dafür. Ich fahre Rad und laufe, weil ich mich gern selbst bewege und mich ungern bewegen lasse.

Was lässt sich aus den Bewegungsprofilen und Antworten lernen? Wir haben einen der führenden Verkehrsexperten befragt.  

Staus, unsichere Fahrradwege, Abgase: Geht das nicht besser? In unserem Schwerpunkt "Wenn möglich, bitte wenden" suchen wir Lösungen für eine Verkehrswende. Der Mathematiker Heiko Schilling behauptet, schon heute Staus abschaffen zu können. In Bayern entwickeln deutsche Gründer Lufttaxen, die den Verkehr entlasten könnten. Unser Autor Sören Götz sagt: E-Bikes sind die Zukunft! In Barcelona entsteht ein Viertel, das von Frauen für Frauen gebaut wurde – als Gegenentwurf zur meistens sehr männlichen Stadtplanung. Und immer mehr Elektroautos heißt auch: Immer mehr Batterien. Wer baut die effizientesten und grünsten?

Dieser Artikel ist Teil des ZEIT-ONLINE-Schwerpunktes "Wenn möglich, bitte wenden" zu Mobilität aus unserem Ressort X. Eine Auswahl weiterer Schwerpunkte finden Sie hier.

Interviews: Annabelle Seubert
Redigatur: Philip Faigle, David Hugendick
Visualisierung: Paul Blickle, Julian Stahnke und Julius Tröger
Programmierung: Christopher Möller und Moritz Klack
Illustration: Annick Ehmann und Christoph Rauscher

Quellen der Statistiken (von oben nach unten): Statistisches Bundesamt, Inrix XD Traffic, Luftverkehr in Deutschland – Mobilitätsbericht 2018/Statistisches Bundesamt, Kraftfahrtbundesamt, Mobilität in Deutschland – MiD Ergebnisbericht 2018