Wie kann man den Menschen auf dem Land eine klimafreundliche und bezahlbare Mobilität ermöglichen? Für die Serie "Die Mobilmacher" haben wir uns Probleme und Lösungen angeschaut. Hier äußern sich unsere Leserinnen und Leser.

In Großstädten können die Menschen vergleichsweise leicht auf ein Auto verzichten, denn dort fahren Busse und Bahnen oft in engem Zeittakt bis spät in die Nacht. Wie aber verhält es sich jenseits der Ballungszentren? Wir wollten von unserer Leserschaft auf dem Land erfahren, welche infrastrukturellen Maßnahmen sie brauchen würden, um ihr Auto häufiger stehen zu lassen.

In den mehreren Tausend Einsendungen, die uns zu diesem Thema erreicht haben, wurde deutlich: Die Bereitschaft, das Auto stehen zu lassen, ist vorhanden. Aber es mangelt an Alternativen. Oft ist die Anbindung an den nächsten Bahnhof schlecht, der öffentliche Nahverkehr ist zu teuer oder der Bus fährt zu selten. Das Fahrrad ist nur dort eine Alternative, wo Radwege auch im Winter befahrbar sind – sofern überhaupt welche existieren.

Folgerichtig sehen viele Leserinnen und Leser Lösungen im Ausbau der Radwege und einer Verbesserung des Bus- und Bahnnetzwerks. Viele schickten uns aber ganz andere Vorschläge: Eine Leserin, die im öffentlichen Dienst arbeitet, würde gern durch einen Jobtausch ihre Pendelstrecke verkürzen. Ein anderer Leser träumt von einem "Kabinenfahrrad für zwei Personen mit Stauraum und zusätzlichem Elektromotor, in dem man vor Regen und direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist". Andere schlagen Mitfahrernetzwerke oder einen Supermarkt-Lieferservice vor. Und eine Leserin schreibt, man solle eben "mehr an die Umwelt denken als an sich selbst".

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Es würde schon helfen, wenn meine Stadt einen Bahnhof hätte.
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Christoph R.
Was mich davon überzeugen könnte, das Auto stehen zu lassen? Gar nichts.
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Vorstadtmädchen
Der Komfort an den Haltestellen sollte gefördert werden.
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Maja Venzke
Ich wünsche mir, dass mein Arbeitgeber klimafreundlichere Mobilität fördert.
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Leoni
Ich stelle mir ein Kabinenfahrrad mit Stauraum und zusätzlichem Elektromotor vor.
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Rueckert
Sobald E- oder Wasserstoffautos erschwinglich sind, werde ich eines erwerben.
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Ira W.
Ich denke über die Anschaffung eines Velomobils nach.
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Bert
Durch einen Jobtausch könnte ich auf das Auto verzichten.
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Frau Milny
Eine Anbindung im Stundentakt würden Autofahrten ersetzen.
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Julian
Wir brauchen ein ÖPNV-Netz mit einer Taktung wie in der Großstadt.
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Astrid S.
Würde der Nahverkehr weniger kosten als eine Fahrt mit dem Auto, wäre er eine Option.
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André
Es müsste regelmäßig ein Bus in die Innenstadt fahren.
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AdB
Ein Lieferservice der Supermärkte würde mir helfen.
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Daniela N. W.
Ich bräuchte ein kurzes Fahrtintervall im öffentlichen Nahverkehr.
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Matthias
Für meine Mutti wünsche ich mir ein Mitfahrnetzwerk.
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Steffi S
Der Bus müsste häufiger fahren.
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Linda
Ich bräuchte einen sicheren Radweg.
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Markus H.
Ich erwarte im Jahre 2019, dass zumindest Radwege an den Landstraßen zu finden sind.
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Janne Jobus
Die Menschen müssten mehr an die Umwelt denken als an sich selbst.
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Julia Faulhammer
Das größte Problem sind die Autofahrer, die glauben, die Straße gehören ihnen allein.
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Christof Gebhardt

Die Auswahl der Stimmen, die Sie hier finden, ist selbstverständlich nicht repräsentativ. Jedoch haben wir uns darum bemüht, das Spektrum der Einsendungen abzubilden.