Der Volkswagen-Konzern muss erneut Dieselautos zurückrufen. Zwei Modelle der Kernmarke VW Pkw müssen nachgerüstet werden; insgesamt sind 33.200 ältere Wagen aus den 2000er-Jahren betroffen. Im Einzelnen handele es sich um etwa 27.500 Exemplare des Touareg sowie um 5.700 VW Phaeton, teilte VW mit. Die Fahrzeuge wurden den Angaben zufolge zwischen 2005 und 2008 hergestellt und fallen in die Emissionsklasse Euro-4. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Außerdem sollen in der aktuellen Rückrufaktion, zusammen mit einer früheren Aktion Anfang November, bei der Ingolstädter VW-Tochter Audi nach eigenen Angaben 89.000 Dieselwagen überarbeitet werden. Hierüber hatte Audi Ende der vergangenen Woche informiert. In der Gesamtzahl sind laut dem Unternehmen rund 50.000 A4, A6 und A8 mit dem großen 3,0-Liter-Dieselantrieb enthalten. Für Autos mit einem solchen Motor, aber modernerer Abgasnorm hatte es im VW-Konzern bereits ebenfalls Rückrufe gegeben, auch bei der Tochter Porsche.

Der Abgasskandal bei Volkswagen mit drastisch erhöhten Stickoxidwerten im realen Straßenbetrieb war im September 2015 bekannt geworden. Die Dieselkrise weitete sich von Fällen mit nachgewiesener Täuschungssoftware im weiteren Verlauf auch auf andere Modelle und Hersteller aus, die aus Sicht von Kritikerinnen und Kritikern unzulässige sogenannte Abschalteinrichtungen nutzen. Dabei werden Abgase wegen des Schutzes von Motorbauteilen teils nicht vollständig gereinigt. Die jetzt genannten Fälle fallen in die Zeit weit vor dem Skandal.