Die Deutsche Bahn verfehlt auch in diesem Jahr ihr Pünktlichkeitsziel. Man werde zwar etwa ein Prozentpunkt besser sein als im Vorjahr, sagte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Das selbst gesteckte Ziel werde aber trotzdem nicht erreicht. Eigentlich sollte die Pünktlichkeit um 1,5 bis 1,6 Prozentpunkte verbessert werden – das wurde aber nicht umgesetzt.

Im vergangenen Jahr waren 74,9 Prozent der Fernzüge pünktlich. Für dieses Jahr Jahr hatte sich das Unternehmen eine Pünktlichkeitsquote von 76,5 Prozent vorgenommen. Beachten muss man dabei, dass der Konzern auch solche Züge als pünktlich rechnet, die weniger als sechs Minuten verspätet am Fahrtziel eintreffen.

Um den Fahrplan künftig besser einzuhalten, sollen künftig mehr sogenannte Plankorridore eingeführt werden. Diese Maßnahme wird bereits auf überlasteten Strecken wie etwa zwischen Dortmund und Köln praktiziert. Hier konnten seit 2018 mehrere Tausend Zugverspätungen damit verhindert werden, dass Beschäftigte verschiedener DB-Sparten sowie anderer Eisenbahnunternehmen die Zugfahrten gemeinsam regeln. "Wir haben damit ein wirkungsvolles Instrument, um den Eisenbahnbetrieb stabiler zu machen," sagte Pofalla. Einen weiteren Plankorridor gibt es seit dem Frühjahr zwischen Fulda und Mannheim.

Verspätungen in überlasteten Abschnitten führen nach Unternehmensangaben immer wieder zu weiteren Verspätungen im Gesamtnetz. In das Management der beiden bestehenden Korridore seien in diesem Jahr jeweils 20 Millionen Euro investiert worden, hieß es weiter. Weitere je 20 Millionen sind für die Abschnitte eingeplant, die nun hinzukommen.