Elektroautos sind im Betrieb einer Studie zufolge schon heute oft günstiger als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Im Durchschnitt beträgt der Kostenvorteil demnach zwölf Prozent, wie es in einer Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft heißt. Auch Modelle mit höherem Kaufpreis und größerem Wertverlust als ihr fossiles Pendant "können diesen Nachteil meist durch geringere Betriebskosten sowie oftmals geringere Werkstatt- und Fixkosten wettmachen", schreiben die Autoren der Studie.

Der finanzielle Vorteil von Elektroautos sei jedoch noch so gering, dass er andere Nachteile bei der Kaufentscheidung wie etwa die Reichweite und die Ladeinfrastruktur "offensichtlich meist nicht ausgleichen kann", heißt es in der Studie weiter.

Der Effekt der erhöhten Kaufprämie von nunmehr 6.000 Euro bei einem Kaufpreis bis zu 40.000 Euro und 5.000 Euro bei einem Preis von bis zu 65.000 Euro für E-Fahrzeuge wurde mit eingerechnet. Über fünf Jahre gerechnet, beträgt der absolute Kostenvorteil zwischen 720 und 24.540 Euro – bezogen auf einen BMW i3s und auf das Model 3 von Tesla. Für die Studie wurden sechs Autopaare aus je einem Verbrenner und einem reinen Elektroauto untersucht, die sich bezüglich Größe, Ausstattung und Motorisierung gleichen.

"Gerade nach der Erhöhung des Zuschusses auf 6.000 Euro beim Kauf eines Elektroautos sind die Kostenvorteile über alle Fahrzeugklassen sehr deutlich", sagte der Fraktionsvize der Grünen im Bundestag, Oliver Krischer. "Die Batterien werden immer leistungsfähiger und langlebiger." Die Ladeinfrastruktur müsse verbessert und das Abrechnungsverfahren beim Stromladen müsse vereinheitlicht werden.

"Die Menschen müssen sehen, dass das Laden eines Autos kein Problem mehr, sondern im Gegenteil genauso einfach wie Tanken heute ist", fügte Krischer hinzu. Dazu brauche es endlich an allen größeren Pendlerparkplätzen, Tiefgaragen und Parkhäusern genug Ladesäulen.